Theaterallianz bietet Touren zu 30 ausgewählten Bühnen in Frankfurt

Die Bretter, die die Welt bedeuten

Frankfurt - Frankfurt ist Theaterstadt. Die Vielfalt des Angebots erschließt sich allerdings oft nur dem Kenner. Einen umfassenden Einblick gewähren ab dem 12. April sieben Touren hinter die Kulissen von 30 ausgewählten Bühnen. Von Eva-Maria Lill 

Theaterluft weht gut verborgen zwischen, unter und , hinter den verspiegelten Glasfassaden der Banken-Skyline. Wenige setzten je einen Fuß auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nicht alle sind als Schauspieler geboren, auf viele übt das Rampenlicht aber einen besonderen Reiz aus. Ab Samstag, 12. April, bis Sonntag, 25. Mai, können Interessierte einen Eindruck von der vielfältigen Frankfurter Bühnenlandschaft gewinnen. Die städtische Theaterallianz lädt in Kooperation mit „Radio Bob“ zu insgesamt sieben geführten Touren hinter die Kulissen ausgewählter Theater. „Wir wollen die Aufmerksamkeit auch auf kleinere Bühnen lenken“, verrät Gerald Zier aus dem Vorstand der Theaterallianz.

Vom Kinder- und Jugendprogramm über Kabarett und Performance bis zu internationalen Angeboten und Mundart-Theater wird in Frankfurt viel geboten. Ziel der 2006 gegründeten Theaterallianz ist es daher, eine größere Aufmerksamkeit für Zusammenhänge und gegensätzliche Bühnenkonzepte zu wecken. Auch begeisterte Theaterjünger können so noch etwas lernen.

Auf den geplanten Touren führen die Intendanten hinter und auf die Bühnen, präsentieren Werkstätten oder den Kostümfundus. Zier kann sich auch vorstellen, das Angebot bei großer Nachfrage auszuweiten oder für Firmenevents zugänglich zu machen.

Auf ausländischen Bühnen

Die erste Veranstaltung startet am Samstag, 12. April, um 14 Uhr am Stalburg Theater und führt über die Naxoshalle bis zum Künstlerhaus Mousonturm. Auf dem Spaziergang wird Stadtgeschichte lebendig, „praktisch vom Adeltum zur Industrie“, verrät Intendant Willy Praml. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines vergünstigten Theaterbesuches.

Die zweite Tour am Sonntag, 13. April, ab 15 Uhr führt in Frankfurts „Wilden Westen“ von den Landungsbrücken über das Gallus Theater und das Frankfurt LAB sowie die Forsythe Company bis hin zum Neuen Theater Höchst. Von den Ursprüngen der Improvisation in der Commedia dell’arte bis hin zum Varieté wird viel geboten.

„Kontraste“ nennt sich die dritte Veranstaltung, die am Sonntag, 27. April, um 14.30 Uhr startet. Im Fokus steht neben den Städtischen Bühnen auch das antagon theaterAKTion. Das freie Ensemble tourt vor allem auf ausländischen Bühnen. Die vierte Tour beginnt am Sonntag, 4. Mai, um 11 Uhr und führt über die Städtischen Bühnen zum ältesten Theater Frankfurts, die Komoedie, bis hin zum jüngsten Etablissement, die Fliegenden Volksbühne im Cantate-Saal.

Perfekte Parodie

Das „Oszillieren zwischen studentischem Mummenschanz und perfekter Parodie“, wie es Intendant Reinhard Hinzpeter nennt, steht auf der fünften Tour im Vordergrund. Am Samstag, 10. Mai, um 14.30 Uhr geht es vom Bockenheimer Depot über Die Dramatische Bühne, dem Freien Schauspiel Ensemble, theaterperipherie bis zum Frankfurter Autorentheater in der Brotfabrik.

Am Sonntag, 18. Mai ab 11 Uhr gibt es „Überraschendes im Osten“ vom Fritz Remond Theater über das Internationale Theater und das Kinder-und Jugendtheater im Theaterhaus bis zur Amateurbühne im Kellertheater. Dort kann der Teilnehmer sogar einer Probe beiwohnen.

Die letzte Tour am Sonntag, 25. Mai stellt den Kontrast zwischen dem English Theatre, dem Schauspiel und der Schmiere heraus. Interessenten ab 14 Jahren können sich im Internet für eine oder mehrere der rund vierstündigen Touren anmelden. Die Teilnahme kostet pro Veranstaltung 9,80 Euro (ermäßigt 6,80 Euro).

Quelle: op-online.de

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