Tipps für guten Start in das Arbeitsleben

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Lehrmeister Carsten Pohle (Mitte) spricht in der Lehrwerkstatt im Porsche-Werk Leipzig mit den Auszubildenden Jessica Neuber (links) und Robert Kunz. Für viele Schulabgänger beginnt in den nächsten Tagen das neue Ausbildungsjahr und damit das Berufsleben. Dabei gilt es, so manche Klippe zu umschiffen und sich entsprechend vorzubereiten.

Frankfurt - (AP) Eine ungewohnte Umgebung, neue Kollegen und ein ganz neuer Lebensabschnitt: Für viele Schulabgänger beginnt in den nächsten Tagen das Ausbildungsjahr und damit das Berufsleben. Dabei gilt es, sich auf so manche Neuerung einzustellen. Nachfolgend Fragen und Antworten zum Thema:

Was ist Auszubildenden für die ersten Tage zu raten?

Man sollte sich am Anfang zumindest auf einen leichten Praxisschock einstellen, wie Thilo Pahl vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag sagt. „Da mussten aber alle durch, und das übersteht man auch. Auf jeden Fall sollte man bestimmte Fehler vermeiden.“

Was sind die offensichtlichsten Fettnäpfchen?

Da wäre z.B. der Dresscode im Betrieb: „Wer zum Beispiel in einer Bank arbeitet, muss schon sehr auf seine Kleidung achten“, gibt Pahl zu bedenken und empfiehlt, sich etwa beim Vorstellungsgespräch schon einmal einen Eindruck von den Gepflogenheiten vor Ort zu machen. „Etwas korrekter aufzutreten ist sicherlich in den ersten Tagen der richtige Weg.“ Darüber hinaus sollte man tunlichst vermeiden, den Chef oder Kollegen kurzerhand zu duzen. „Hier ist es ratsam, erst einmal auf ein entsprechendes Angebot zu warten“, sagt Pahl.

Gibt es Strategien für einen guten Start?

Nach Möglichkeit sollte man einen „guten Mittelweg“ finden zwischen einem wachem und aktiven Interesse und einer gewissen Bescheidenheit. So ist es im Interesse einer raschen Integration in die Arbeitsabläufe dringend zu empfehlen, Fragen zu stellen, oder die Namen der Kollegen rasch kennenzulernen, aber man sollte nicht bei jeder Gelegenheit den Besserwisser raushängen lassen.

Was ist zu raten, wenn es zu Problemen kommt?

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Erster Ansprechpartner sollte der Ausbilder sein. „Er ist so etwas wie ein Mentor und weiß über die Situation der jungen Kollegen am besten Bescheid“, findet Pahl. Weitere Ansprechpartner im Unternehmen sind der Betriebsrat bzw. die Jugend- und Auszubildendenvertretung. Sollten Probleme über einen längeren Zeitraum andauern und auch nicht im Betrieb zu lösen sein, gibt es Ansprechpartner bei den Industrie- und Handwerkskammern, die den gesetzlichen Auftrag haben, die Ausbildung zu überwachen und im Ernstfall zu schlichten. Auch die Gewerkschaften bieten jungen Mitarbeitern ihre Hilfe an.

Was ist zu tun, wenn einem Auszubildenden partout nicht das vermittelt wird, was im Lehrplan vorgesehen ist?

Das darf nicht sein. „Wenn man über einen längeren Zeitraum beispielsweise immer wieder nur Hilfsarbeiten machen muss, dann sollte man sich schon bemerkbar machen“, rät Pahl.

Der Schritt ins Berufsleben ist auch mit einigen Formalien verbunden. Was ist zu beachten?

Spätestens zu Ausbildungsbeginn empfiehlt es sich, ein Girokonto zu eröffnen. Außerdem wird das Thema Versicherungen akut: So steht die Wahl einer gesetzlichen Krankenversicherung an. Außerdem sollten sich Schulabgänger Gedanken über eine Berufsunfähigkeitsversicherung machen, da der gesetzliche Schutz im Ernstfall kaum ausreichen dürfte.

Quelle: op-online.de

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