Tod vor 17 Jahren: Anklage fordert lebenslange Haft

Frankfurt - Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Regierungsbeamten vor rund 17 Jahren hat die Anklage heute lebenslange Haft für den angeklagten Konstrukteur gefordert.

Staatsanwältin Tanja Hillekamps ging in ihrem Schlussvortrag vor dem Landgericht Frankfurt allerdings nicht mehr von einem Mord aus Habgier aus, sondern von Totschlag. Nach der Beweisaufnahme könne nicht mit abschließender Sicherheit festgestellt werden, dass der Angeklagte den Beamten erdrosselt habe, um sich zu bereichern, sagte die Staatsanwältin. Der Verteidiger plädierte auf eine Haft von nicht mehr als vier Jahren.

Die Leiche des Regierungsamtmanns war im Mai 1993 in einem Waldstück bei Oberursel (Taunus) gefunden worden. Der Täter hatte die Geldbörse, die Uhr und den Ring des Toten an sich genommen. Opfer und Täter kannten sich und steckten in finanziellen Schwierigkeiten. Die Tat sei aber „besonders kaltblütig und brutal“ gewesen, was einen besonders schweren Fall des Totschlags und damit die lebenslange Haft des Angeklagten rechtfertige, sagte die Staatsanwältin.

dpa

Quelle: op-online.de

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