Darmkeim im Bürgerhospital

Wer ist Schuld am Tod des Frühchens?

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Die Staatsanwaltschaft muss nun klären, ob überhaupt ein Straftatbestand vorliegt.

Frankfurt - Das Frankfurter Bürgerhospital sucht weiter nach dem Grund für die Keiminfektion, an der vor zwei Wochen ein Frühchen starb. Die Eltern des Babys haben nun Anzeige erstattet.

Im Fall eines in Frankfurt gestorbenen Frühchens suchen die Ärzte weiter nach der Quelle der Keiminfektion im Krankenhaus. „Wir sind derzeit noch dabei, den Erreger zu typisieren“, sagte heute eine Sprecherin der Klinik.

Der frühgeborene Junge war am 20. Dezember im Bürgerhospital an einer Blutinfektion gestorben. Da die Behandlung mit Antibiotika keine Wirkung zeigte, gehen die Ärzte davon aus, dass er sich mit einem multiresistenten Keim infiziert hatte. Es handelt sich den Angaben nach um einen Erreger des Typs „Enterobacter“, die genaue Art ist aber noch unklar. In mehreren Laboren liefen dazu Untersuchungen, sagte die Sprecherin.

Die Eltern des Jungen haben eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Staatsanwaltschaft müsse nun klären, ob überhaupt ein Straftatbestand vorliege, sagte ein Polizeisprecher. Möglicherweise sei es schwierig, einen Verantwortlichen für den Tod des Kleinen auszumachen.

Die Leiche des Babys soll unterdessen von der Gerichtsmedizin obduziert werden. Bei drei weiteren Frühchen im Bürgerhospital war ein anderer Keim gefunden worden. Sie sind aber nicht erkrankt. „Ihnen geht es gut“, sagte die Kliniksprecherin. Nach wie vor gelte aber ein Aufnahmestopp für die Station.

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dpa

Quelle: op-online.de

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