Zwei weitere Jugendliche verurteilt

Acht Jahre Haft für 17-jährigen Messerstecher

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Frankfurt - Im vergangenen Juli hat ein 17-Jähriger auf einem Schulhof in Hattersheim einen Drogendealer erstochen. Heute hat die Jugendstrafkammer ihr Urteil gesprochen: Brutaler Mord aus Habgier.

Weil er auf einem Schulhof einen Rauschgifthändler erstochen hat, ist ein 17-Jähriger wegen Mordes zu einer achtjährigen Jugendstrafe verurteilt worden. Der Jugendliche tötete sein Opfer im Juli vergangenen Jahres in Hattersheim  mit gezielten Stichen in den Oberkörper, heißt es im Urteil des Landgerichts Frankfurt von heute.

Ein 19-jähriger Mitangeklagter, der bei der Tat dabei war und mit einem Schlagstock bewaffnet war, wurde zu viereinhalb Jahren Haft wegen versuchten Mordes und Raubes mit Todesfolge verurteilt. Ein 21 Jahre alter, dritter Angeklagter fädelte die Begegnung zwischen seinen Komplizen und dem Opfer ein und wurde deshalb zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Gericht verhängte bei allen Angeklagten Jugendstrafen, sie hatten die Tat weitgehend gestanden.

Die Jugendstrafkammer ging bei den Haupttätern von einem bedingten Tötungsvorsatz aus, „um in den Besitz des Rauschgifts zu kommen“, sagte der Vorsitzende Richter. Damit sei das Mordmerkmal der Habgier erfüllt worden. Die „besondere Brutalität“ sowie die "erhebliche kriminelle Energie" bei dem Messerstecher gebiete eine entsprechend harte Jugendstrafe. Beim Strafmaß orientierte sich das Gericht weitgehend an den Anträgen der Staatsanwaltschaft.

dpa

Quelle: op-online.de

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