Nach Obduktion Belohnung ausgesetzt

Tödliche Kopfschüsse: Opfer wohnte in Heusenstamm

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Bild vom Einsatzort in Frankfurt Sachsenhausen.

Frankfurt - Warum musste Oliver F. sterben? Nach der Hinrichtung des 50-Jährigen im Vorraum eines Geschäftshauses in Sachsenhausen am Freitagvormittag gibt es erste Hinweise auf mögliche Hintergründe. Die Staatsanwaltschaft hat zudem eine Belohnung ausgesetzt.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen Geschäftsmann, der zuletzt in Heusenstamm lebte, hat die Polizei eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Mehrere Schüsse in den Kopf seien nach dem Ergebnis der Obduktion Ursache für den Tod des 50-Jährigen gewesen, teilte die Polizei am Wochenende mit. „Wir ermitteln weiter in alle Richtungen“, sagte eine Sprecherin. Selbstmord schließen die Ermittler aus.

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Der Mann war am Freitagmorgen auf dem Weg in sein Büro getötet worden. Seine Leiche wurde in einer Blutlache im Windfang eines Büro- und Ärztehauses im Stadtteil Sachsenhausen gefunden. Zudem entdeckten Beamte dort mehrere Patronenhülsen. Ein Zusammenhang des Verbrechens mit den Geschäften des zuletzt in Heusenstamm lebenden Mannes - er betrieb eine große Online-Wettfirma - mit der Bluttat ist denkbar. So kursieren Gerüchte, Oliver F. der als Gründer und Geschäftsführer von „Happy Bet“ firmierte, habe sich mit dem Gedanken getragen, seine Geschäftstätigkeit nach Osteuropa auszuweiten und sei möglicherweise mit den falschen Leuten aneinandergeraten. Er war angeblich auf dem Weg zu einem Termin mit einem Kunden, als ihn am Freitag die tödlichen Schüsse trafen.

„Zocker-König“ angenehm und verbindlich

Entdeckt wurde seine Leiche gegen 10.15 Uhr an einem Hintereingang. Dem Opfer, das im persönlichen Umgang als angenehm und verbindlich beschrieben wird, hat die Boulevardpresse den Titel „Zocker-König“ (Bild) verliehen. Tatsächlich betrieb Oliver F. Wettbüros deutschlandweit, zudem mobile Spielmöglichkeiten und Online-Plattformen. Sitz der Firma war Malta. In Frankfurt gibt es Wettbüros von „Happy Bet“ zum Beispiel an der Rennbahn in Niederrad und in der Kurt-Schumacher-Straße. Die Firma ist zudem Sponsor des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. In Frankfurt trat das Opfer unter anderem als Förderer der Jugendarbeit des Vereins Rot-Weiß auf, engagierte sich für arme Kinder und beteiligte sich deshalb mit Formel-1-Stars und anderen Promis beim Charity-Fußballspiel „Kick für Kinder“, in der Commerzbankarena.

In den 90er Jahren soll Oliver F. zudem Teilhaber der ehemaligen Diskothek „Paramount Park“ in Rödermark gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft setzte nun nach der Obduktion eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise aus, die zum Täter und seiner Festnahme führen. Bislang sind keine Zeugen bekannt, die Schüsse gehört haben. Laut Polizei waren zum Tatzeitpunkt noch nicht viele Menschen in der Nähe, weil viele Geschäfte noch geschlossen hatten.

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mic/dr

Quelle: op-online.de

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