Oberbürgermeister verteidigt Polizeieinsatz

Morddrohungen nach tödlichen Hundeschüssen

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Rüsselsheim - Nach einer Welle der Empörung wegen der tödlichen Schüsse auf zwei frei herumlaufende und bissige „Kampfhunde“ hat Rüsselsheims Oberbürgermeister die Polizisten verteidigt. Im Netz gab es dagegen zahlreiche Beleidigungen und sogar Morddrohungen.

„Die Polizei hat aus meiner Sicht richtig gehandelt“, sagte Patrick Burghardt (CDU) heute. „Die Hunde haben zwei Menschen gebissen, die in den Polizeifahrzeugen Schutz suchen mussten.“ Die Tiere hatten am Dienstag in Rüsselsheim zwei Männer angegriffen und verletzt. Laut Polizei war es nicht möglich gewesen, die American Staffordshire Terrier einzufangen. Die „Kampfhunde“ liefen mitten in der Stadt herum, laut Burghardt sogar in der Nähe einer Schule. „Es ist nicht auszudenken, wenn auch noch ein Kind gebissen worden wäre, das einfach nur zur Schule wollte.“

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Bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt gingen weiterhin Anzeigen gegen die Polizei ein. „Nun wird geprüft, ob ein Anfangsverdacht besteht“, sagte eine Sprecherin. Wütende Kritiker des Einsatzes hatten im Internet in einem sogenannten Shitstorm die Polizei als „schießwütig“ bezeichnet. Am Sonntag soll es deswegen in Rüsselsheim eine Demonstration geben. Die verbalen Angriffe im Internet und den Sozialen Netzwerken verurteilte OB Burghardt. „Hier wurden Beleidigungen übelster Art bis zu Morddrohungen ausgesprochen.“ Auch er selbst habe solche Posts, E-Mails und Anrufe erhalten und sei über den Ton entsetzt.

dpa

Quelle: op-online.de

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