Tödlicher Silvester-Streit: Mann verurteilt

Frankfurt - Nach einer tödlichen Attacke muss ein 41-Jähriger sechs Jahre hinter Gitter. Der Täter stülpte seinem Opfer bei einem Streit auf einer Silvesterparty eine Plastiktüte über den Kopf und drückte den Hals zu.

Nach einer tödlichen Attacke bei einer Silvesterparty ist ein 41 Jahre alter Mann am Freitag vom Landgericht Frankfurt zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Die Schwurgerichtskammer ging von einem vollendeten Totschlag aus, berücksichtigte aber, dass der Mann zur Tatzeit mit 2,7 Promille völlig betrunken war.

Er hatte in der Neujahrsnacht dieses Jahres mit einem Haus-Mitbewohner in Frankfurt-Sindlingen Streit bekommen, weil dieser offenbar gegen seine Freundin immer wieder gewalttätig war. Gegen Morgen stülpte er dem Opfer schließlich eine Plastiktüte über den Kopf und drückte den Hals zu. Als die von der Freundin alarmierten Rettungskräfte eintrafen, begrüßte sie der Angeklagte mit den Worten: „Ihr braucht euch nicht mehr zu beeilen, der Waldemar ist tot.“

Vor Gericht hatte der Mann von Anfang an ein Geständnis abgelegt. Er galt in der Wohnsiedlung als hilfsbereiter, zurückhaltender Bewohner. In jener Silvesternacht allerdings sei er von dem späteren Opfer „zur Weißglut“ gebracht worden. So habe der mit 3,7 Promille noch stärker alkoholisierte Mann zunächst angekündigt, ihn und die Freundin umbringen zu wollen. „Die daraufhin erteilte Lektion mit der Plastiktüte endete tödlich. Das wollte der Angeklagte auch“, sagte die Vorsitzende Richterin.

dpa

Quelle: op-online.de

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