Tödlicher Unfall mit Skater: Fahrer muss in den Knast

Frankfurt - Das Oberlandesgericht hat das Urteil des Landgerichts Frankfurt bestätigt und einen Mann zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Dieser hatte bei einem Unfall einen Jungen tödlich verletzt und war danach weg gefahren.

Nach einem tödlichen Zusammenstoß mit einem Skateboarder muss ein Autofahrer in Frankfurt wegen Fahrerflucht für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht wies die Revision des Mannes zurück und erklärte ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Frankfurt für rechtskräftig, teilte ein Gerichtssprecher  mit.

Der Tod des 14 Jahre alten Skaters hatte im Dezember 2009 für Aufsehen gesorgt. Der Skater war im Frankfurter Stadtteil Rödelheim vom Auto erfasst und 35 Meter durch die Luft geschleudert worden. Der Autofahrer hielt kurz an, besah sich den sterbenden Jungen, stieg zurück ins Auto ein und brauste davon. Einige Tage später stellte er sich der Polizei.

In einem ersten Prozess war er noch vom Amtsgericht Frankfurt zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt worden. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde das Urteil in zweiter Instanz erheblich verschärft. Beide Gerichte verurteilten den Mann aber lediglich wegen Unfallflucht, nicht wegen fahrlässiger Tötung, weil der Unfall nach Einschätzung eines Sachverständigen „nicht vermeidbar“ gewesen war. Die zweite Verurteilung, deren Strafmaß besonders auf das „rohe und gefühllose“ Verhalten des Autofahrers nach der Tat zurückzuführen war, wurde nun vom Oberlandesgericht bestätigt.

Quelle: op-online.de

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