Fünf Verletzte bei Einsätzen im Vorjahr

Ein Toter durch Polizeikugel

Wiesbaden - Polizisten haben bei Einsätzen in Hessen im vergangenen Jahr fünfmal auf Personen geschossen.

Dabei habe es vier Verletzte gegeben, ein Mensch sei durch die Kugel aus einer Polizeiwaffe ums Leben gekommen, teilte das Innenministerium auf Anfrage in Wiesbaden mit. Einzelheiten zu den Vorkommnissen wurden nicht genannt. Bundesweit waren 2016 nach einer Erhebung der Deutschen Hochschule der Polizei bei Einsätzen der Ordnungshüter elf Menschen erschossen und 28 verletzt worden.

Die Todesfälle gehen der Statistik zufolge allesamt auf Notwehr zurück – beziehungsweise auf Nothilfe, also Fälle, bei denen Polizisten anderen Menschen in Lebensgefahr helfen mussten. Insgesamt richteten Polizisten den Angaben zufolge bundesweit in 52 Fällen die Schusswaffe gegen Menschen. Die Zahlen liegen etwas höher als in den Vorjahren. 2015 starben zehn Menschen, weitere 22 wurden verletzt. 2014 waren es sieben Tote und 30 Verletzte.

Polizeibeamte müssen belastbar sein

In Sachsen-Anhalt hatte die Polizei erst am Dienstag einen 28-Jährigen erschossen, als dieser nach einem Familienstreit auf die Beamten feuerte. Auch beim Einsatz von Spezialkräften während der Krawalle am Rande des G20-Gipfels in Hamburg war der Schusswaffengebrauch zur Eigensicherung freigegeben, wie ein SEK-Führer berichtete. (dpa)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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