Polizei fasst Verdächtige

Männer lassen verletzten Komplizen sterben

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Bad Soden-Salmünster - Die Polizei hat den Todesfall eines 47-Jährigen aufgeklärt. Die Beamten nahmen zwei mutmaßliche Täter fest, die für den Tod des Mannes verantwortlich sein sollen.

Der 47-Jährige war Mitte September schwer verletzt auf einem Parkplatz in Bad Soden-Salmünster gefunden worden. Der Mann starb auf der Fahrt in ein Krankenhaus. Schon damals vermutete die Polizei ein Verbrechen, allerdings gingen die Beamten zunächst davon aus, dass der Mann erschlagen wurde.

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Fahrkarten-Automaten in die Luft gesprengt

Die weiteren Ermittlungen der Polizei ergaben nun jedoch, dass der 47-Jährige Teil eines Trios war, dass Fahrkartenautomaten aufsprengte, um an das Geld zu gelangen. Den Angaben der Polizei zufolge hatten die drei Männer am 17. September gegen 1.30 Uhr einen Automaten bei Wittighausen (in Baden-Württemberg an der Landesgrenze zu Bayern) in die Luft gesprengt.

Bei der Explosion verletzte sich der 47-Jährige schwer. Anstatt ihn in ein Krankenhaus zu bringen oder den Notruf zu alarmieren, fuhren die beiden Komplizen nach Bad Soden-Salmünster und legten den Schwerverletzten dort am Bahnhof ab. Anschließend flüchteten die beiden Männer mit der Beute von knapp 300 Euro. Obwohl die beiden 35 und 51 Jahre alte Männer aus Schlüchtern versuchten, ihre Beteiligung zu verschleiern, kam die Polizei auf ihre Spuren. Gestern nahm die Polizei nun die beiden - inzwischen geständigen - Täter fest. Die Männer sollen nun wegen Mordes angeklagt werden.

Immer wieder sprengen Kriminelle Fahrkartenautomaten in die Luft, um an den Inhalt zu gelangen. Die Polizei hat schon einige Täter aufgespürt, anscheinend existieren jedoch mehrere Banden, die sich auf das Sprengen von Fahrkarten-Automaten spezialisiert haben. Laut Ermittlungen gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass das Trio bereits zuvor Automatensprengungen verübt hätte. Sie seien Nachahmer gewesen, und ihr erster Versuch sei gleich schief gegangen, so Oberstaatsanwalt Jürgen Heinze gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Ihre Vorgehensweise habe nicht zu vergleichbaren Fällen in der Region gepasst.

(nb)

Quelle: op-online.de

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