Totgesagte leben bald auch in Hanau

Offenbach/Hanau - Nach der Auswilderung von Sumpfschildkröten am hessischen Rhein haben die Tierschützer ein neues Projekt bei Hanau ins Auge gefasst. Im Naturschutzgebiet Schifflache sollen nächstes Jahr Jungtiere angesiedelt werden. „Das Gebiet scheint geeignet“, sagte die Leiterin der Offenbacher Arbeitsgemeinschaft Sumpfschildkröte, Sibylle Winkel.

Das wäre dann das siebte Auswilderungsprojekt in Hessen. Ende Mai waren acht Tiere im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue bei Stockstadt (Kreis Groß-Gerau) angesiedelt worden.

Die Arbeitsgemeinschaft Sumpfschildkröte besteht seit zehn Jahren. Bis Ende 2009 dürften nach Einschätzung von Biologin Winkel in Hessen annähernd 150 Tiere ausgewildert worden sein. „Mit diesem Erfolg sind wir sehr zufrieden. Ausschlaggebend war die gute Nachzucht.“ Die Sumpfschildkröte galt schon als ausgestorben. Die Arbeitsgemeinschaft hat sich insgesamt zwölf Auswilderungsprojekte vorgenommen.

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Die Entwicklung der bei ihrer Auswilderung drei bis vier Jahre alten Tiere wird beobachtet. Etwa 30 bis 40 Tiere sind mit Sendern versehen, um ihren Aktionsradius verfolgen zu können. Sie sind aber auch leicht zu finden, „da sie sich an ganz bestimmten Stellen in der Nähe von Wasser sonnen“. Besonders froh ist Winkel darüber, dass fast alle Tiere die Auswilderung überlebt haben.

In die Natur gesetzt wurden Sumpfschildkröten vor Stockstadt in den Naturschutzgebieten Hölle von Rockenberg (Wetterau), Reinheim (Darmstadt-Dieburg), Nachtweide von Dauernheim (Wetterau), Nidderauen bei Stockheim (Wetterau) und Breitecke im Gebiet Mittlere Fuldaaue (Vogelsberg).

dpa

Quelle: op-online.de

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