Totschlag am Mainufer: Täter auch im zweiten Prozess zu acht Jahren verknackt

Frankfurt - Auch im zweiten Prozess ist ein 35 Jahre alter Mann zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Im Streit hatte er am Mainufer einen Bekannten erst erschlagen, dann im nahe gelegenen Main versenkt.

Der Angeklagte war wegen einer Frau mit seinem Bekannten aneinandergeraten und hatte den damals 36-Jährigen auf einem Grillplatz in Frankfurt-Griesheim mit einer Brechstange erschlagen. Anschließend steckte er die Leiche in eine Mülltonne und versenkte sie im nahen Main.

Nach seiner Festnahme und vor Gericht legte er ein Geständnis ab. Bereits im vergangenen Jahr hatte ihn das Landgericht deshalb zu acht Jahren Haft verurteilt. In dem schriftlichen Urteil wurden allerdings die Gründe vergessen, warum trotz des hohen Alkoholgehalts im Blut des Angeklagten kein minderschwerer Fall angenommen worden war.

Der Bundesgerichtshof hob wegen dieses Formfehlers das Urteil auf und wies die Sache zur Neuverhandlung zurück. Auch in dem neuen Prozess vertrat die Schwurgerichtskammer am Landgericht Frankfurt den Standpunkt, dass kein minderschwerer Fall vorliege. Die erhebliche Trunkenheit des Mannes habe lediglich eine Strafmilderung wegen eingeschränkter Schuldfähigkeit zur Folge, hieß es in der Urteilsbegründung.

dpa/lhe

Quelle: op-online.de

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