Tower 185 feiert 100-Meter-Fest

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Dieser Rundbau bildet den Sockel des neuen „Tower 185“. Hier sind Geschäfte und Büros geplant.

Frankfurt ‐ Das Stadtbild Frankfurts verändert sich ständig. Im Kleinen - an der Ecke, wie im Großen - in der prägnanten Skyline, die  wird derzeit um ein markantes Gebäude erweitert. Von Christian Riethmüller

Allein schon seiner Höhe von 200 Metern wegen wird der Tower 185 auffallen. Mit seiner Fertigstellung im Dezember 2011 wird der an der Friedrich-Ebert-Anlage stehende Büroturm der vierthöchste Wolkenkratzer in Frankfurt sein. Gleichzeitig wird er das Entree zum neuen Stadtquartier mit dem Namen Europaviertel markieren, das auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs zwischen Messe und Mainzer Landstraße entstehen soll.Schon jetzt lassen sich die späteren Ausmaße des Tower 185 gut erkennen. Seit dem ersten Spatenstich am 29. September 2008 ist der vom bekannten Frankfurter Architekten Christoph Mäckler geplante Turm auf eine derzeitige Höhe von 100,25 Meter angewachsen, was gestern mit einem offiziellen 100-Meter-Fest vom Bauherrn und Investor, der Vivico Real Estate, gefeiert wurde. Vivico-Chef Bernhard H. Hansen konnte sich dabei mit seinen Gästen nicht nur über einen jetzt schon faszinierenden Ausblick über Stadt und Region freuen, sondern auch Immobilienentwicklers liebste Nachrichten verkünden: Die Flächen in dem Gebäude sind schon jetzt zu zwei Dritteln vermietet. Die international tätige Beratungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) wird als Hauptmieter 66.000 Quadratmeter Bürofläche von insgesamt 100.000 Quadratmetern Mietfläche übernehmen.

Der Tower bietet jetzt schon einen tollen Ausblick

Tower 185 feiert 100-Meter-Fest

Der Komplex, dessen Einweihung für Ende 2011 vorgesehen ist, misst derzeit exakt 100 Meter und 25 Zentimeter.

Wie PwC-Vorstandssprecher Hans Wagener gestern unserer Zeitung sagte, baut das Unternehmen seine Zentrale in Frankfurt aus. Voraussichtlich über 3000 Mitarbeiter würden dann für die deutsche PwC in der Mainmetropole tätig sein. Für die Stadt sprächen ihre Lage und ihre herausragende Verkehrsanbindung. In Deutschland beschäftigt PwC an 29 Standorten rund 9000 Mitarbeiter und kommt auf einen Umsatz von 1,37 Milliarden Euro. Wie Wagener weiter sagte, wird das Unternehmen allerdings die bisher im Mertonviertel genutzten drei Gebäude nach dem Umzug aufgeben. Dieser Umzug ist für den 15. November dieses Jahres geplant, wenn der Mietvertrag in Kraft tritt. PwC wird dann das hufeisenförmig angelegte, sechsstöckige Sockelgebäude des Tower 185 beziehen, während in schwindelnder Höhe immer noch die Bauarbeiter zugange sind. Das mit einer für Mäckler-Bauten wie etwa den Opernturm nachgerade typisch mit einer hellen Natursteinfassade versehene Sockelgebäude soll bereits im September fertiggestellt sein. Daraus erheben sich zwei Hochhaushälften mit einer Aluminium-Glas-Fassade, die einen gläsernen Mittelteil umschließen.

Wie Professor Uwe Frerichs als oberster Bauleiter sagte, ist es zumindest in Deutschland das erste Mal, dass ein noch im Bau befindliches Hochhaus bereits teilweise bezogen wird. Große Einschränkungen haben die Mieter aber nicht zu befürchten. Der Gang zum künftigen Aufzugbereich wird mit einer provisorischen Wand vom Eingangsfoyer abgetrennt und das Gebäude von seiner Rückseite aus weiter auf seine endgültige Höhe von 200 Metern mit 50 Vollgeschossen und drei Technikgeschossen gebracht. Die Mieter können sich übrigens auf ein als Green Building konzipiertes Gebäude freuen, das unter Nachhaltigkeits- und Umweltschutzaspekten entwickelt worden ist.

Quelle: op-online.de

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