Hochrangige Gäste erwartet

Trauerfeier für Marcel Reich-Ranicki in Frankfurt

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Marcel Reich-Ranicki verstarb im Alter von 93 Jahren.

Frankfurt - Vor einer Woche starb Marcel Reich-Ranicki. Mehr als fünf Jahrzehnte lebte der Literaturkritiker in Frankfurt. Auf dem dortigen Hauptfriedhof findet am Donnerstag eine Trauerfeier statt - mit hochrangigen Gästen und prominent besetzter Rednerliste.

Zahlreiche prominente Redner und viele hochrangige Trauergäste werden am (morgigen) Donnerstag zur Trauerfeier für Marcel Reich-Ranicki erwartet. Die Gedenkveranstaltung am Sarg des Literaturkritikers findet auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Der „Literaturpapst“ war vor einer Woche im Alter von 93 Jahren in Frankfurt gestorben.

Zur Trauerfeier (15 Uhr) wird auch Bundespräsident Joachim Gauck erwartet, der nach Angaben des Bundespräsidialamts aber keine Rede halten wird. Für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ spricht Herausgeber Frank Schirrmacher. Für die jüdische Gemeinde steht Salomon Korn auf der Rednerliste. Für das Land Hessen spricht Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), für die Stadt Frankfurt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

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Nach Angaben des Bestattungsunternehmens wird Reich-Ranicki - entgegen früherer Angaben - am Tag der Trauerfeier nicht beerdigt. Wie auch bei seiner Frau Teofila, die 2011 mit 91 Jahren gestorben war, sei eine Feuerbestattung vorgesehen. Die Urnenbeisetzung werde in ein bis zwei Wochen im engsten Familienkreis stattfinden. In rund vier Wochen soll es laut „FAZ“ zudem eine öffentliche Gedenkfeier in der Paulskirche geben.

Reich-Ranicki, der in Polen geboren wurde, lebte seit 1958 in Frankfurt. Das Paar hat einen Sohn, der als Mathematik-Professor im schottischen Edinburgh lebt. Das Programm für die Trauerfeier stehe noch nicht endgültig fest, sagte Andrew Ranicki der Nachrichtenagentur dpa. Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof sind viele bedeutende Intellektuelle begraben, etwa die Philosophen Theodor W. Adorno (1903-1969) und Arthur Schopenhauer (1788-1860), Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld (1924-2002), Autoren wie Ricarda Huch (1864-1957) und "Struwwelpeter"-Erfinder Heinrich Hoffmann (1809-1894).

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dpa

Quelle: op-online.de

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