Fans dürfen tröten

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In den Public Viewing-Arenen der Frankfurter Innenstadt seien die Vuvuzelas erlaubt, sagte Philipp Breunung, Referent der Tourismus- und Kongress GmbH, am Donnerstag.

Frankfurt - Lust auf Lärm? Kein Problem! In den meisten Städten dürfen Fans ihre Mannschaften auch bei öffentlichen WM-Partys lautstark mit Vuvuzela-Tröten bejubeln.

Die Polizei ruft zu rücksichtsvollem Feiern auf. In den Public Viewing-Arenen der Frankfurter Innenstadt seien die Vuvuzelas erlaubt, sagte Philipp Breunung, Referent der Tourismus- und Kongress GmbH, am Donnerstag. Die Plastiktröten, die Dezibelwerte von über 123 erreichen, seien nicht als Wurfgeschosse kategorisiert und dürften erstmal mitgebracht und auch benutzt werden.

„Es kann natürlich sein, dass es während der WM noch neue Auflagen geben wird“, sagte Breunung. Auch in Wiesbaden dürfen Fußballfans lautstark jubeln. „Wir werden uns beim ersten Spiel in der Sportarena angucken, wie viel Puste die Wiesbadener haben“, sagte Stadtsprecher Siggi Schneider. Wenn nötig werde man Lärmmessungen machen und nur bei Bedarf ein Verbot der Vuvuzelas erlassen.

Keine Empfehlung an die Kommunen

In Fulda sind die Tröten im Schlosshof allerdings verboten, wie eine Umfrage der dpa in mehreren hessischen Städten ergab. Nach den positiven Erfahrungen bei der WM vor vier Jahren rechnet Michael Schwab, Pressesprecher der Stadt Fulda, nicht mit lautstarken Ausschreitungen. Ein generelles Verbot für die Stimmungsmacher gibt es deshalb zwar nicht, dennoch müssen die Tröten beim gemeinsamen Fußballschauen im Schlosshof aus Sicherheitsgründen draußen bleiben. Die fast einen Meter langen Tröten könnten als Wurfgeschosse missbraucht werden, wird befürchtet.

Anders als in Nordrhein-Westfalen werde es in Hessen keine Empfehlung an die Kommunen geben, die Vuvuzelas zu verbieten, sagt Christoph Zörb, Sprecher des Umweltministeriums: „Wer so ein Ding hat, soll verantwortlich damit umgehen, und dann ist das ok“. In den vergangenen Tagen waren in Berlin und Nürnberg Verbote ausgesprochen worden. Extra für die WM wurden in Hessen die sonst bis 22 Uhr geltenden Lärmschutzrichtlinien geändert. Fans dürfen bei Veranstaltungen in Gaststätten und bei öffentlichen Übertragungen von Spielen auf Straßen und Plätzen bis 01.00 Uhr nachts feiern.

Die Polizei in Gießen appellierte an die Fans, sich auch im Straßenverkehr besonnen und tolerant zu verhalten. Besonders bei Autokorsos sei Vorsicht geboten, sagte Polizeipräsident Manfred Schweizer laut Mitteilung. Er bat die Autofahrer, waghalsige Manöver zu unterlassen und sich an das Alkoholverbot zu halten. Auch die Frankfurter Polizei wies auf Gefahren im Straßenverkehr hin. Durch das ungesicherte Stehen oder Sitzen in Cabrios, das Mitfahren auf Motorhauben oder Kofferraumdeckeln, sowie das unbedachte Schwenken von Fahnen bestehe erhebliche Verletzungsgefahr. Während der WM werde es gezielte Alkoholkontrollen in Wohngebieten geben.

dpa

Quelle: op-online.de

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