Verbindung A661/A66 wird erst 2025 fertig

Tunnel am Riederwald verzögert sich

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Immer wieder gab es Proteste aufgrund der Tunnelpläne.

Frankfurt - Der Bau des Riederwaldtunnels im Frankfurter Osten wird sich verzögern. Statt im Jahr 2016 werden die Arbeiten an der Tunnelröhre voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte 2018 beginnen, wie Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) gestern mitteilte.

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Der große Sprung nach vorn

Damit wird die Verbindung A661/A66 frühestens im Jahre 2025 fertig. Die Verschiebung sei „ärgerlich, aber unvermeidlich, wenn wir das Projekt nicht rechtlichen Risiken aussetzen wollen“, erklärte der Minister. Der Riederwaldtunnel schließt die Lücke zwischen der nach Osten führenden A 66 und der A 661. Das Gesamtprojekt wird 320 Millionen Euro kosten. Überbrückt wird eine Distanz von 2,2 Kilometern, 1100 Meter davon sind Tunnel.

Mit dem Bau des Tunnels würden die Straßen in der Nähe der Eissporthalle und eines Wohngebiets in einem erheblichen Umfang vom Verkehr entlastet, heißt es von Hessen Mobil. Gleichzeitig machen Bürgerinitiativen gegen den Tunnel Stimmung. Geklagt wird über Belästigungen durch die Bauarbeiten, man befürchtet eine Verschlechterung der Luftqualität, weil der Tunnel neuen Verkehr anlocke und rechnet mit der Zerstörung eines Naherholungsgebietes.

Wie Al-Wazir erläuterte, müssen Planungsgrundlagen für das Großprojekt erneuert werden, da die Stadt Frankfurt ihre Bevölkerungsprognose revidiert hat und für das Jahr 2030 eine erheblich höhere Einwohnerzahl erwartet als bislang angenommen: „Es geht um die Frage, wie sich diese Vorhersage auf das Verkehrsaufkommen auswirkt, und ob die derzeit vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen dann noch ausreichen“, sagte Al-Wazir. Auch die lufthygienische Untersuchung, die natur- und artenschutzfachlichen Erhebungen sowie der landschaftspflegerische Begleitplan seien zu überprüfen. Zum Riederwaldtunnel waren bislang mehrere Planänderungsverfahren vorgesehen, etwa zu technischen Details des Tunnelbaus. Nun werden die wesentlichen Änderungen in zwei Verfahren mit öffentlicher Auslegung zusammengefasst.

Der Minister wies darauf hin, dass das Gesamtprojekt neben dem Tunnel die Anschlussstelle Borsigallee und das Autobahndreieck Erlenbruch umfasst. Andere Bauarbeiten liefen weiter. (mic)

Quelle: op-online.de

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