Neuer Trend auf Twitter

„Hidden Cash“: Geld, das auf der Straße liegt

Frankfurt - Frankfurt ist die Bankenmetropole in Deutschland. Es geht täglich um hohe Geldbeträge. Nun liegen die Scheine sogar auf der Straße rum.

In Frankfurt liegt das Geld auf der Straße. Nicht nur redensartlich, sondern tatsächlich. In der Bankenmetropole zeigt sich seit Heiligabend ein anonymer Geldgeber spendabel. Via Twitter schickt er seine sogenannten Follower regelmäßig los, um verstecktes Geld zu suchen. An der Hauptwache, auf der Zeil, im Westend, in Plastiktüten, in Briefumschlägen und in Coladosen – einfach überall in der Bankenmetropole.

„HannsM.“ nennt sich der großzügige Geldgeber im Internet. Er habe keine Kinder, sei verheiratet und vor allem wohlhabend – so beschreibt er sich selbst. Der Wahrheit muss das nicht entsprechen. Doch unabhängig davon gibt „HannsM.“ seit dem 24. Dezember regelmäßig Hinweise darauf, wo im Stadtgebiet er die Scheine versteckt hat. „Hidden Cash“ nennt sich diese Schnitzeljagd. Schon über 1550 Follower sammelte er seitdem auf Twitter. So ist es nicht ungewöhnlich, dass sich eine kleine Schar von meist jungen Menschen an einem Ort versammelt, dort wartet und einfach nur gebannt den Blick auf das eigene Smartphone richtet. Der entscheidende Hinweis wird kommen und die Meute sich sofort in Bewegung setzen.

„Hidden Cash“ ist kein eigenes Frankfurter Phänomen. Vielmehr stammt es - wie soll es bei solch einer ungewöhnliche Aktion auch anders sein – aus den USA. Seit dem vergangenen Frühjahr fand die Schatzsuche via Smartphone immer mehr Anhänger, schwappte nach Europa über, kam in Berlin an und ist nun auch in Frankfurt beheimatet. „Der beste Twitter-Kanal von Frankfurt“, schreibt Twitter-Nutzer „Alex“ begeistert, während „Otasan Shmitaku“ erklärt: „Echt coole Aktion! Ich weiß nur nicht, ob du nur großzügig bist oder einfach nur zeigen willst, wie gierig manche Leute sind.“ An beidem könnte etwas dran sein. Die nächsten Termine hat „HannsM.“ seiner Gefolgschaft auf Twitter jedenfalls schon mitgeteilt. An diesem Samstag soll die Geldsuche an der Konstablerwache beginnen, am 5. Februar dann an der Goethe-Universität im Westend. Es werden wieder reichlich Menschen kommen. Auch wenn in der Regel nicht mehr als 50 Euro auf der Straße liegen.

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dani

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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