Mordversuch ohne Grund

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In Handschellen, das Gesicht hinter Papier verborgen wird einer der beiden als "U-Bahn-Schläger" von Frankfurt bekannt gewordenen Männer in den Verhandlungssaal geführt.

Frankfurt - (AP) Zwei als U-Bahn-Schläger vorbestrafte junge Männer müssen sich seit gestern wegen versuchten Mordes vor dem Frankfurter Landgericht verantworten.

Die 18 und 19 Jahre alten Angeklagten legten Geständnisse ab. Sie stachen laut Anklage im Juli vergangenen Jahres in Frankfurt-Bonames einen 23-jährigen Mann nieder. Dieser wollte einem Mann zu Hilfe kommen, den die beiden Täter für einen Informanten der Polizei gehalten und angegriffen hatten. Einer der Täter soll den 23-Jährigen festgehalten und der andere dem Wehrlosen mit einem Messer in den Bauch gestochen haben. Danach versuchten sie laut Staatsanwaltschaft ihm in die Kehle zu stechen. Der Schwerverletzte konnte aber ausweichen. Eine Notoperation rettete ihn. Die Ermittler nennen als Motiv für den Messerangriff das Abreagieren von Frust, denn beide Männer standen unmittelbar vor Antritt einer Gefängnisstrafe. Ihr Opfer hätten sie nicht gekannt. „Sie handelten ohne jeglichen Grund“, heißt es in der Anklageschrift. Deshalb sieht die Staatsanwaltschaft in der Tat auch das Mordmotiv niedrige Beweggründe. Die Angeklagten gehören zu den sieben verurteilten U-Bahn-Schlägern, die Anfang 2008 in Frankfurt einen Zugführer mit Faustschlägen attackiert hatten.

Quelle: op-online.de

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