Nach gewaltsamen Tod eines Diskobesuchers

„U60311“-Prozess wird neu aufgerollt

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Komplett unter dem Talar seines Verteidigers Joachim Bremer (rechts) verborgen betritt einer der Angeklagten im September 2012 den Gerichtssaal.

Frankfurt - Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines Besuchers in der Frankfurter Disko „U60311“ wird neu aufgerollt. Im September 2012 waren eigentlich drei Türsteher zu Haftstrafen verurteilt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe habe das Urteil gegen drei der vier Angeklagten aufgehoben, sagte heute ein Sprecher des Frankfurter Landgerichts. Eine Begründung für die Karlsruher Entscheidung lag zunächst nicht vor.

Im September 2012 waren drei Türsteher im Alter von damals 20 bis 36 Jahren zu fünf bis zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie den 31 Jahre alten Besucher mit Tritten tödlich verletzt hatten. Ein vierter Angeklagter wurde wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Dieses Urteil bleibt bestehen.

U60311-Prozess: Bilder der Verhandlung

U60311-Prozess: Bilder aus der Verhandlung

Der 31-Jährige war im Frühjahr 2011 in der Diskothek „U60311“ in der Frankfurter Innenstadt totgetreten und -geschlagen worden. Er hatte mit Bekannten die Diskothek besucht und war mit einem der Türsteher in Streit geraten. Die Aussagen mehrerer Zeugen hätten ergeben, dass die 36 und 30 Jahre alten Hauptangeklagten verantwortlich für die Tritte und Schläge und damit für den Tod des 31-Jährigen gewesen seien, befand das Gericht. Die Diskothek ist mittlerweile geschlossen.

U60311 in Frankfurt: Demo gegen Räumung

dpa

Quelle: op-online.de

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