Club U60311 ist bald Vergangenheit

Frankfurt - Ein Prozess zwischen der Stadt Frankfurt und dem Betreiber des in die Schlagzeilen geratenen Clubs U 60311 endet mit einem Vergleich. Demnach wird der Mietvertrag zwischen Stadt und Betreiber einvernehmlich zum 30. Juni beendet. Von Niels Britsch

Wegen noch ausstehender Zahlung von Miete und Nebenkosten im Wert von 143.000 Euro hatte die Stadt eine Räumungsklage gegen den Betreiber eingereicht. In dem Prozess haben sich heute die beiden Parteien mit einem Vergleich geeinigt, wie Dr. Arne Hasse, Pressesprecher des Frankfurter Landgerichts, mitteilte. Demnach verzichtet die Stadt auf die Zahlungsansprüche, im Gegenzug wird das Mietverhältnis zum 30. Juni dieses Jahres.

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Gleichzeitig tritt der Club-Betreiber eine Schadenersatzforderung an die Stadt ab. Wegen eines Wasserschadens hatte der Betreiber Schadenersatz vom Bauherrn gefordert, diesen Anspruch kann nun die Stadt geltend machen. Um welche Summe es sich dabei handelt, konnte Hasse nicht genau sagen.
Der Gerichtssprecher betonte allerdings, dass die Räumungsklage der Stadt nichts mit dem Vorfall vor einem Jahr zu tun hat. Damals hatten Türsteher des Clubs einen Gast zu Tode geprügelt. Die vier Männer müssen sich in einem anderen Prozess wegen gemeinschaftlichen Totschlags verantworten.

Zu dem nun mit einem Vergleich beendeten Prozess war es gekommen, weil der Betreiber die Kündigung wegen der ausstehenden Zahlungen nicht akzeptiert hatte.

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Quelle: op-online.de

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