Kommission wertet Gutachten aus

Überprüfung der Flugrouten

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Frankfurt (cnn) - Die Fluglärmkommission Frankfurt erkennt weiteren Handlungsbedarf beim Schutz vor Fluglärm im Nachtzeitraum.

Wie die Kommission am Mittwoch mitteilte, will sie sich deshalb weiter mit der Frage befassen, wie Flugbewegungen in den Nachtrandstunden reduziert werden könnten.

Die Kommission setzte sich in einer Sitzung am Mittwoch außerdem mit einem Gutachten auseinander, das von der rheinland-pfälzischen Landesregierung beauftragt worden war und Alternativen zur gegenwärtigen Südumfliegung aufzeigen sollte. Der Kommissionsvorsitzende, der Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe, bestand auf einer sorgfältigen Prüfung der Ergebnisse des Gutachtens. Diese Prüfung soll neben der Frage der Sicherheit alternativer Verfahren auch die Übereinstimmung mit den Genehmigungsvoraussetzungen und vor allem die Lärmauswirkungen klären, die mit veränderten Streckenführungen oder Belegungszahlen verbunden wären.

Südumfliegung in Frage stellen

Ausdrücklich wies der Vorsitzende darauf hin, dass dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bedeute, die bisherigen Beschlüsse der Kommission zur Südumfliegung in Frage zu stellen. Man sei aber im Interesse der vom Fluglärm Betroffenen dazu verpflichtet, allen Hinweisen auf mögliche Minderungspotentiale nachzugehen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt behandelte den Wunsch der Deutschen Flugsicherung (DFS), Verkehre nach 22 Uhr von der Nachtabflugstrecke (N-SIDs) auf die Südumfliegungsroute verlagern zu können, um eine verbesserte Pünktlichkeit des abfliegenden Verkehrs bis 23 Uhr erreichen zu können. Dem stimmte die Kommission mit der Begründung nicht zu, dass eine weitere Verlagerung auf die Südumfliegung die Lärmbelastung dort unvertretbar erhöhe. Die Vermeidung von Ausnahmen für Starts nach 23 Uhr sei auf andere Art zu bewirken, etwa durch zeitliche Vorverlagerung von Flugbewegungen.

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Der Offenbacher Paul-Gerhard Weiß (FDP) wurde bei der Sitzung aus seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender der Kommission verabschiedet.

Quelle: op-online.de

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