Infizierte Frühgeborene in Horst Schmidt Kliniken

Übertragungswege der Keime weiterhin unklar

Wiesbaden - Nach dem Fund von Krankenhauskeimen bei Frühgeborenen im Januar an den Horst Schmidt Kliniken (HSK) bleiben die Übertragungswege unklar. „Wir können sie vermuten, letztendlich beweisen können wir sie nicht“, sagte heute Professor Markus Knuf, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche.

Bei den neun infizierten Säuglingen sei ebenso wie auf Gegenständen sowie einem Mitarbeiter derselbe Stamm des Keims MRSA nachgewiesen worden. Keines der Kinder war erkrankt. Die Klinik hatte sich von einem externen Hygiene-Experten überprüfen lassen. Laut Mitteilung der Klinik hat der Experte der Klinik ein „einwandfreies Hygienekonzept“ bescheinigt. Dieses Konzept werde nun weiterentwickelt, unter anderem mittels regelmäßiger Untersuchungen auf MRSA, Schulungen der Mitarbeiter und technischer Verbesserungen im Desinfektionsprozess. Die Frühgeborenenstation soll bald wieder eröffnet werden, ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Keime mit der Bezeichnung MRSA sind relativ weit verbreitet; sie können schwere Infektionen auslösen, die nur mit wenigen Antibiotika behandelt werden können.

dpa

Quelle: op-online.de

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