Uferloses Spektakel

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Die Flussfestmeile in animierter Fassung: Am Mainufer soll sich während des Turnfestes das Leben abspielen. Allen voran auf den vier Bühnen, die auf dem Bild gekennzeichnet sind. Im Hintergrund ist die Frankfurter Skyline zu sehen.

Frankfurt - Spätestens die Fan-Meile bei der Fußball-WM 2006 hat gezeigt, dass die Menschen in Frankfurt gemeinsam feiern können und wollen. Beim Public-Viewing strömten Millionen von Anhängern unterschiedlicher Nationalitäten ans Mainufer, um die Spiele auf der schwimmenden Leinwand zu verfolgen. Von Jörn Polzin

Bei der Flussfestmeile anlässlich des Internationalen Deutschen Turnfestes vom 30. Mai bis zum 5. Juni soll die Botschaft „Zu Gast bei Freunden“ wieder mit Leben gefüllt werden.

Das Fest zwischen Untermainbrücke und Holbeinsteg steht passend dazu unter dem Motto „Wir schlagen Brücken“ und soll laut Thomas Feda, Chef der städtischen Tourismus-GmbH, „eine Annäherung an das Museumsuferfest“ sein.

Auf die zehntausenden, vornehmlich jungen Menschen, die eine Woche in der Mainmetropole zu Gast sein werden, und die Besucher wartet als Ausgleich zum sportlichen Wettbewerb ein attraktives Rahmenprogramm auf insgesamt vier Bühnen.

Einer der Höhepunkte der Flussfestmeile ist die “hr3-Flussbühne“, auf der die „Creme de la Creme der deutschen Musikszene“ (hr3-Programmchef Jörg Bombach) auftreten wird. Für Pop-Größen wie Clueso, Fräulein Wunder oder Thomas D. dürften die Auftritte zu einer wackeligen Angelegenheit werden. Sie trennen nur wenige Bretter vom Wasser des Mains. Eine weitere Anlaufstelle soll die 16 mal 16 Meter große „Magnetbühne“ werden, die reichlich Platz für Show-Acts und Live-Musik bietet. Traditionell geht es auf der „Skyline-Bühne“ auf der Frankfurter Seite zu, wo Frühschoppen und zünftige Musik von Spielmannszügen auf die Besucher warten. Die „Journal“-Bühne wendet sich hingegen mehr an das städtische Publikum und lädt zum „Chillen“ ein.

Stadtrat Markus Frank (CDU) ist davon überzeugt, dass die Flussfestmeile „der Mittelpunkt des Turnfestes wird.“ Damit dieser Wunsch auch in Erfüllung geht, locken die Organisatoren nicht nur mit einem spektakulären Bühnenprogramm, sondern auch mit Bewegungsangeboten für die gesamte Familie. „Die Flussfestmeile ist ein Aktivfest - vom Kletterturm für die Kleinen, bis hin zu einer Boulefläche für die etwas Älteren findet sich für jeden Fitnessgrad das passende Element“, sagt Feda. Zudem stellen sich auf der Fläche des Sportkreises Frankfurt zahlreiche Vereine aus der Region vor und laden zum Mitmachen ein.

Etwa 3,5 Mio. Euro lassen sich die Veranstalter das Spektakel auf der Flussfestmeile kosten. Die große Eröffnungsshow gibt‘s halt nicht umsonst. „Wir sind aber noch im Budget“, betont Feda. Das Fest beginnt - außer am Eröffnungstag - täglich um 10 Uhr und endet mit einer großen Wassershow zwischen 22 Uhr und Mitternacht. Der Eintritt ist während der gesamten Woche frei.

Quelle: op-online.de

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