Dreister Uhren-Betrüger muss ins Gefängnis

Frankfurt- Ein vielfach vorbestrafter früherer Teppichhändler muss wegen fünffachen Betruges mit Luxusuhren eine Haft von zwei Jahren und zwei Monaten antreten.

Das Landgericht Frankfurt verwarf heute die Berufung des 57 Jahre alten Mannes gegen ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts. Der Angeklagte war in einem geliehenen Bentley bei einem Juwelier in der Frankfurter Goethestraße vorgefahren und hatte dem gutgläubigen Geschäftsmann weisgemacht, die fünf Uhren kaufen beziehungsweise an andere Käufer vermitteln zu wollen.

Tatsächlich versetzte er jedoch drei der Uhren für knapp 90.000 Euro im Pfandhaus und behielt zwei Uhren ohne Bezahlung für sich. Die Uhren hatten einen Gesamtwert von knapp 120.000 Euro. Zum Tatzeitpunkt Mitte 2008 stand er zweifach unter Bewährung wegen ähnlicher Betrügereien. Im Vorstrafenregister waren weitere 15 meist einschlägige Verurteilungen enthalten. Das Gericht bestand daher auf einer Haftstrafe ohne Bewährung. Die Verteidigerin hatte sich zuvor ohne Erfolg um eine Strafminderung bemüht. Der Mandant sei stark zuckerkrank und beziehe Sozialhilfe. Das Geld habe er im Bordell durchgebracht, hatte er bereits im ersten Prozess erklärt.

dpa

Quelle: op-online.de

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