Rückhalt der Fraktionsspitze

Landtags-Vize Wilken lehnt Rücktritt ab

Trotz des wachsenden Drucks lehnt der Vizepräsident des hessischen Landtags, der Linken-Abgeordnete Ulrich Wilken, einen Rücktritt wegen der EZB-Krawalle weiterhin ab.

Die Fraktionsspitze der Linken stellte sich am Mittwoch hinter Wilken und bezeichnete die Vorwürfe der übrigen vier Fraktionen gegen den Mitorganisator der Blockupy-Proteste als haltlos und parteipolitisch motiviert. Am Dienstag hatte der Ältestenrat des Landesparlaments Wilken den Rücktritt nahegelegt.

Der Linken-Politiker habe bei der Eröffnung des EZB-Neubaus am 18. März in Frankfurt die Gefahr von Krawallen vorher verharmlost und sich nicht eindeutig von der Gewalt distanziert, hieß es. Wilken genieße bei einem großen Teil der Abgeordneten nicht mehr das für die Ausübung des Amtes erforderliche Vertrauen. Das Landtags-Plenum hatte Wilkens Verhalten in einer Sitzung am 24. März verurteilt. Wilken sei von der Gewalt schockiert gewesen und habe die Krawalle als nicht akzeptabel kritisiert, erklärte dagegen die Linke.

Millionenschaden bei Blockupy-Krawallen

Millionenschaden bei Blockupy-Krawallen

Die Fraktion veröffentlichte eine Solidaritätserklärung für Wilken. Auf der Liste setzt sich auch der Frankfurter Theatermacher Willy Praml für den Landtags-Vize ein.

(dpa/san)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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