Beamte gehen gegen Randalierer vor

Umstrittener Einsatz bei Queen-Besuch: Polizei bezieht Stellung

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Kontrolle der Frankfurter Polizei beim Queen-Besuch.

Frankfurt - Nach dem Besuch der Queen in Frankfurt geht ein Video im Internet herum, das für Aufregung sorgt. Zu sehen sind mehrere Beamte, die bei der Festnahme zweier junger Männer hart zugreifen. Nun äußert sich die Polizei zur Aufnahme. Von Sarah Neder 

Dreieinhalb Minuten. So lange dauert der Clip, den vermutlich ein Anwohner von seinem Balkon aus mit dem Handy aufgenommen hat. In diesen dreieinhalb Minuten sieht der Nutzer sozialer Netzwerke zwei junge Männer in roten Jacken, die scheinbar ohne Grund hart von mehreren Polizisten gemaßregelt werden. Alles am Rande des Staatsbesuches der Queen. Tausende Kommentare werfen den Beamten nun übertriebene Gewalt vor. In der Pressestelle der Polizei Frankfurt schätzt man die Situation anders ein: „Das Video beginnt an einer Stelle, wo schon einiges passiert ist“. Die Polizei habe eine vollständige Aufnahme, bei der zu erkennen sei, dass die jungen Männer versucht hätten, über die Sicherheitsabsperrung zu klettern - in dem Moment als die Queen eingetroffen sei. Eine verkürzte Version lasse viel Interpretationsraum, meint der Sprecher. 

Doch nicht nur entscheidende Sequenzen der Auseinandersetzung fehlten: Die jungen Männer hätten verweigert, sich auszuweisen und provoziert, bei einer Leibesvisite sei Marihuana gefunden worden. Der 18- und der 21-Jährige hätten die Polizisten zudem rüde beleidigt und angegriffen. Der Pressesprecher fragt: „Muss sich die Polizei alles gefallen lassen, nur um auf Facebook gut dazustehen?“ Nichtsdestotrotz setze man sich kritisch mit dem Geschehen auseinander.

Die beiden jungen Männer, die der Polizei bekannt seien, wurden mit aufs Revier genommen. Dort habe die Polizei ihre Personalien festgestellt, schildert der Sprecher. In Sozialen Netzwerken fordern die Nutzer nun eine Veröffentlichung des Polizei-Videos, damit solle die Polizei für Transparenz sorgen und die eigene Version des Vorfalls untermauern. Als Teil eines Strafverfahrens könne das Video nicht veröffentlicht werden, twittert die Polizei dazu.

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Quelle: op-online.de

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