Fracking: Bohrantrag abgelehnt

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Wiesbaden - Die umstrittene Gasfördertechnik Fracking wird in Nordhessen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht eingesetzt. Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) erklärte jetzt im Umweltausschuss, der Antrag eines Unternehmens für Bohrungen sei nicht bewilligt worden.

Das zuständige Regierungspräsidium habe einen entsprechenden Brief an die Firma geschickt. Das Unternehmen habe nun eine Woche Zeit, sich dazu zu äußern.

Das geplante Aus für Fracking in Nordhessen ist keine Überraschung. Bereits Mitte April hatte die CDU-Politikerin angesichts der Ergebnisse von zwei Gutachten ihre Skepsis gegenüber der Technologie deutlich zum Ausdruck gebracht. Diese sei weder umweltverträglich noch wirtschaftlich darstellbar, sagte Puttrich.

Umstrittene Technik

Beim Fracking geht es um die Gasförderung aus tiefen Bodenschichten. Dabei werden zum Aufsprengen neben Wasser und Sand auch Chemikalien in das Gestein gepumpt. Weil die Technik noch nicht allzu gut erforscht ist, gilt sie als umstritten.

Die Fraktionen von CDU und Grünen begrüßten die Ablehnung. Die Umweltexpertin der Grünen, Angela Dorn, forderte jedoch noch weitreichendere Schritte: Die Ministerin solle sich gegen die Gasfördertechnik in ganz Hessen aussprechen und sich auch gegen das Fracking-Fördergesetz der Bundesregierung in der Länderkammer stark machen.

dpa

Quelle: op-online.de

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