Überschreitung der Orientierungswerte

Umweltschützer: Chemikalien belasten Trinkwasser im Ried

Frankfurt - Das Trinkwasserreservoir des Rhein-Main-Gebiets, das hessische Ried, ist nach Recherchen von Umweltschützern durch Chemikalien belastet.

An einigen Wasserwerken komme es durch Versickerung von Schadstoffen teils zur Überschreitung der bundesweit geltenden Orientierungswerte, berichtete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Frankfurt unter Berufung auf Messungen des zuständigen Landesamtes. Betroffen seien Wasserwerke, die für die örtliche Versorgung und für den Großraum Rhein-Main zuständig seien.

Ursache sind dem BUND zufolge belastete Bäche, deren Wasser in sandige Böden versickert. Die Bäche führten große Mengen Abwasser aus Kommunen sowie Industrie mit, das nur unzureichend gereinigt sei.

Es gehe um Arzneimittelrückstände, Pflanzenschutzmittel und Haushaltschemikalien, die mit der üblichen Kläranlagentechnik nicht zurückgehalten werden könnten. Für die meisten dieser Chemikalien gebe es keine verbindlichen Grenzwerte, sondern nur "Orientierungswerte". Der BUND forderte nach Schweizer Vorbild eine Aufrüstung der Kläranlagen im Ried, um Chemikalien zurückzuhalten. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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