Nur mit Plakette nach Mainz und Wiesbaden

Umweltzone über Grenzen

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Am 1. Februar startet Umweltzone in Wiesbaden und Mainz.

Wiesbaden/Mainz - Die erste länderübergreifende Umweltzone startet an diesem Freitag (1. Februar) in Wiesbaden und Mainz. Dann dürfen Autos nur noch mit grüner Plakette die Mainzer Innenstadt und große Teile von Wiesbaden befahren.

Der Wiesbadener Umweltdezernent Arno Goßmann (SPD) setzt bei dem Fahrverbot für ältere Autos auf eine verbesserte Lebensqualität: „Wir hoffen sehr, dass sich die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide deutlich reduzieren wird. “ Ausgenommen von der neuen Umweltzone sind lediglich die Autobahnen durch die Region.

In Mainz sind rund 97.500 Fahrzeuge gemeldet, 12.800 davon ohne grüne Plakette. Ausnahmen seien bisher für rund 1300 Fahrzeuge beantragt worden, teilte das Umweltdezernat mit. Wer ohne Plakette oder Ausnahmegenehmigung durch die Umweltzone fährt, riskiert ein Bußgeld von 40 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünder-Kartei in Flensburg.

„Viele Umweltzonen kranken daran, dass sie zu klein sind“

In Wiesbaden waren kurz vor der Einführung der Umweltzone 137.900 Fahrzeuge registriert. Davon waren laut Umweltdezernat 18.750 nicht für eine grüne Plakette qualifiziert. Bisher sind bei der hessischen Landeshauptstadt 1150 Anträge auf eine Ausnahmegenehmigung eingegangen.

Die Umweltzone Wiesbaden/Mainz habe eine gute Größe, attestiert der Verkehrsexperte Axel Friedrich. „Viele Umweltzonen kranken daran, dass sie zu klein sind.“ Im Rhein-Main-Gebiet gebe es nun Fahrverbote für die drei größten Städte - dies zwinge auch Autofahrer im Umland, sich die grüne Plakette zu besorgen und bringe eine große Entlastung.

Frankfurt hat bereits seit 2008 eine Umweltzone. Nächstes Ziel ist Darmstadt: „Wir haben auch in Darmstadt eine Klage gewonnen, aber das Land Hessen ruft die nächste Instanz an“, sagte Friedrich, der Verbände wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) berät.

dpa

Quelle: op-online.de

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