Mindestens ein Hund verletzt

Unbekannter präpariert Fleischbällchen mit Nägeln

Kelkheim - Ein Unbekannter hat mehrere Fleischbällchen mit Nägeln präpariert und ausgelegt. Mindestens ein Hund wird dadurch verletzt.

Unbekannte Täter haben in Kelkheim mit Nägeln versetzte Fleischbällchen ausgelegt und mindestens einen Hund verletzt. Der Vierbeiner ist laut Angaben der Polizei heute Morgen Opfer des präparierten Köders geworden. Unbekannte Täter hatten das mit mehreren Nägeln versetzte Fleischbällchen auf einem Wiesengrundstück ausgelegt. Das verletzte Tier musste zur Behandlung zu einem Tierarzt gebracht werden. Eine weitere Hundebesitzerin hatte ein präpariertes Fleischbällchen glücklicherweise entdeckt, noch bevor ihr Hund es fressen konnte. Die Polizei in Kelkheim hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Immer mehr Hunde werden vergiftet

Dass Giftköder etwa an Wegesrändern ausgelegt werden, sei nichts Neues für die Polizei. Aber dass Hundehalter mit Gewalt angegangen würden, sei eine neue Qualität, sagte der Polizist. Ende 2015 berichtete etwa das Landeskriminalamt in Thüringen, dass die Zahl der polizeilich erfassten Vergiftungen von 2010 bis 2014 stark angestiegen sei. Wurden 2010 noch zehn Vergiftungen angezeigt, seien es vier Jahre später schon 31 gewesen. Acht Tiere seien 2014 gestorben, nachdem sie Giftköder gefressen hatten. Doch die Täter werden nur selten gestellt.

Köder werden nicht nur mit Gift versetzt, es gibt auch Fälle, in denen sie mit Rasierklingen - oder wie im oben beschriebenen Fall - mit Nägeln gespickt werden. Die Motive können laut Polizei vom Ärger über Hundehaufen und Angst vor freilaufenden Hunden bis hin zu Nachbarschaftsstreitigkeiten oder psychischen Störungen reichen.

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dani/dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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