Paar verbrennt bei Horrorunfall

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In diesem Wrack kam ein junges Paar ums Leben, nachdem ihr Auto gerammt worden war und ausbrannte.

Frankfurt - Zwei Tote bei Horrorunfall: Ein junges Paar ist am Samstagabend nach einer Kollision auf der Autobahn Frankfurt-Wiesbaden (A66) in seinem Wagen verbrannt.

Laut Polizei war ein angetrunkener Kombi-Fahrer (48) in der Ausfahrt der Anschlussstelle Frankfurt-Zeilsheim mit hohem Tempo auf den Kleinwagen des Paares aufgefahren. Das Auto, das durch die Wucht des Aufpralls bis zu den Lehnen der Vordersitze zusammengestaucht wurde, überschlug sich, fing sofort Feuer und brannte total aus.

Für den 30 Jahre alten Mann und seine 28-jährige Freundin kam jede Hilfe zu spät - sie verbrannten im Wagen. Es sei nicht möglich gewesen, sie noch herauszuholen, sagte ein Polizeisprecher. Der 48-Jährige wurde leicht verletzt. „Wir gehen davon aus, dass er zu schnell war“, sagte der Polizeisprecher. Der Kombi soll nach Zeugenangaben mit hohem Tempo vom linken Fahrstreifen der Autobahn Frankfurt-Wiesbaden in Richtung Ausfahrt gefahren sein. Beim Aufprall wurde er zurückgeschleudert und schlitterte über drei Fahrstreifen hinweg gegen die Mittelleitplanke, wo er schwer beschädigt stehenblieb. Ein Beifahrer des 48-Jährigen blieb unverletzt.

Ein Alkoholtest ergab bei dem mutmaßlichen Unglücksfahrer einen Wert von 1,49 Promille. Es wurde eine Blutprobe angeordnet, zudem kassierten die Beamten seinen Führerschein. Ein Sachverständiger soll untersuchen, wie sich der Unfall genau zugetragen hat - er nahm die Unfallstelle noch in der Nacht unter die Lupe. Beide Autos wurden sichergestellt. Der Sachschaden beträgt nach Schätzungen der Polizei etwa 35 000 Euro. Die A66 war für mehrere Stunden voll gesperrt.

Erneute Sperrung bei Tageslicht

Am Sonntag sperrte die Polizei die Autobahn 66 an der Unfallstelle erneut für mehrere Stunden, damit sich Beamte und Gutachter bei Tageslicht ein Bild vor Ort machen und den Hergang rekonstruieren konnten. Von einem Polizeihubschrauber aus wurden Fotos aufgenommen.

Das Geschehen vom Samstagabend erinnert an einen Unfall, den der Sänger Kevin Russell am Silvesterabend 2009 ebenfalls auf der A66 zwischen Kelkheim und Zeilsheim verursacht hatte. Er war unter Drogeneinfluss mit Tempo 230 mit einem Wagen zusammengestoßen und anschließend geflohen. Zwei Menschen wurden schwer verletzt. Russell war deswegen zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

dpa

Quelle: op-online.de

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