Unmut über Zustände auf Baustelle

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Frankfurt - Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen hat sich von den Vorfällen auf einer Frankfurter Baustelle distanziert, auf der rumänische Arbeiter in den Hungerstreik getreten sind.

„Solche Vorfälle sind entsetzlich und menschlich nicht zu verantworten“, erklärte Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbands. „Wir betonen aber auch, dass diese Praxis nicht die Regel auf hessischen Baustellen ist. “ Die sechs rumänischen Männer hatten mit einem Hungerstreik begonnen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die Arbeiter werfen der Baufirma vor, nur Bruchteile des Lohns ausgezahlt zu haben.

„Unsere 1100 Mitgliedsbetriebe arbeiten zum Großteil mit eigenen gewerblichen Mitarbeitern und zahlen Tariflohn, der weit über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt“, sagte von Borstel. Der Verband forderte „eine realistische Vergabepraxis, in der nicht automatisch das billigste Angebot den Zuschlag erhält“.

Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main und der Bauverband verlangten zudem mehr Kontrollen auf Baustellen. „Die Politik ist gefordert, dafür die Voraussetzungen zu schaffen und ihre ordnungspolitische Funktion endlich wahrzunehmen“, erklärten sie. „Zusätzliches Geld für deutlich mehr Kontrollpersonal insbesondere beim Zoll und Mindestanforderungen an die Erteilung eines Gewerbescheins sind effiziente Möglichkeiten, um das skandalöse Sozialdumping effektiv zu bekämpfen“, forderten die Innung und der Bauverband. 

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ku

Quelle: op-online.de

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