Strothoff-School

Unternehmer will Gebäude kaufen

Dietzenbach ‐ Im Streit um Mietzahlungen und Baukosten bei der „Strothoff International School“ scheint sich eine Wende abzuzeichnen. Wie Landrat Oliver Quilling (CDU) gestern berichtete, hat der Träger der Schule in Dreieich-Sprendlingen, Hans Strothoff, angekündigt, das Gebäude, in dem sich die Schule befindet, zu kaufen. Von Michael Eschenauer

Er beabsichtige, Gespräche mit der Gesellschaft „Hannover Leasing“, der das Haus auf dem Campus „Haus des Lebenslangen Lernens“ gehört, aufzunehmen. Der Kreis hat das Objekt geleast und an Strothoff weitervermietet.

„Wir haben alle Fraktionsvorsitzenden über das Vorhaben informiert“, berichtete Quilling gestern von dem zweiten Treffen der Parteien im Mediationsverfahren zur Strothoff School. „Sie scheinen nicht abgeneigt, Herrn Strothoff Zeit zu geben.“ Durch den Kauf, so die Einschätzung des Landrats, würden wesentliche Streitpunkte geklärt. „Jedenfalls würde ein solcher Kauf vieles vereinfachen und könnte ein praktikabler Weg sein. Allerdings müssten einige Rahmenbedingungen geklärt werden.“

„Mein Ziel war nie, mit der Schule Geld zu verdienen“

Ferner macht Quilling deutlich, dass der Kreis Offenbach auch im Falle eines Verkaufes nicht auf die zusätzlichen Baukosten und auf die Klärung anderer offener Punkte des Untermietvertrages verzichten werde. Quilling: „Hier würde man unabhängig von den Ergebnissen der Verhandlungen von Herrn Strothoff mit der Hannover Leasing eine separate Lösung erzielen müssen.“

Er betonte, dass für ihn die absolute Transparenz des Verfahrens sowie die Einbindung der Gremien des Kreises auch bei diesen Fragen oberste Priorität habe. „Sollte der Verkauf scheitern und wir uns in dem Mediationsverfahren nicht einigen können, bliebe nur die gerichtliche Klärung“, so Quilling.

Strothoff betonte seinerseits in einer getrennten Pressemeldung, dass das Engagement für die Schule ihn persönlich sehr viel Geld koste und er damit keinen Gewinn erwirtschaften könne. „Es ist nie mein Ziel gewesen, mit der Schule Geld zu verdienen“, so der Unternehmer. Die Idee einer internationalen Schule sei vom Kreis ausgegangen, lange bevor er die Inititive ergriffen habe. Dennoch sei das Projekt einer englischsprachigen Privatschule extrem wichtig für die gesamte Region.

Quelle: op-online.de

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