Verdacht auf Untreue in hessischen Rathäusern

Dieburg/Wetzlar/Saarbrücken - In den Rathäusern von Wetzlar und Dieburg sollen Mitarbeiter Geld veruntreut haben. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Ermittelt wird gegen zwei Beschäftigte des Wetzlarer Tiefbauamtes, wie die Stadt am Dienstag bestätigte. Der Hessische Rundfunk (hr)hatte bereits zuvor über die Vorfälle berichtet. In Dieburg soll ein Mitarbeiter des Bauhofs betroffen sein.

Eine Firma für Kommunalbedarf aus dem Saarland soll unter anderem den beiden hessischen Städten überhöhte Rechnungen gestellt haben. „Es gab wohl auch Scheinrechnungen ohne Lieferung“, sagte der Leiter der Korruptionsabteilung des LKA Saarbrücken, Michael Henkes. Das Unternehmen hatte sich selbst angezeigt. Die jeweiligen Einkäufer in den Kommunen sollen die überhöhten Rechnungen abgezeichnet und dafür Geld oder Sachleistungen erhalten haben. Bei einer Razzia seien Akten gesichert worden, die nun ausgewertet werden, berichtete Henkes. Es werde wegen Untreue und Bestechlichkeit ermittelt.

Nach Angaben der Stadt Wetzlar haben sich die Verdachtsfälle bestätigt. Der Schaden soll bei rund 20.000 Euro liegen. Die beiden Mitarbeiter wurden inzwischen vom Dienst suspendiert. Es werde eine fristlose Kündigung aus arbeitsrechtlichen Gründen geprüft, teilte die Stadt weiter mit.

Laut hr soll in Dieburg der Leiter des städtischen Bau- und Betriebshofs in den Fall verwickelt sein. Der Bürgermeister der Stadt, Werner Thomas (parteilos), bestätigte dem hr eine Beurlaubung des Mannes.

dpa

Quelle: op-online.de

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