Umgestürzte Bäume und Überflutungen

Unwetter hält Rettungskräfte in Atem

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Frankfurt - Ein Unwetter und schwere Regenfälle haben Rettungskräfte in Hessen in der vergangenen Nacht in Atem gehalten. Bäume stürzten um, Straßen wurden überflutet und zahlreiche Keller liefen voll mit Wasser.

Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Keller voller Wasser: Unwetter mit starken Regenfällen haben in der Nacht zum Montag hessenweit Feuerwehren und Polizei in Atem gehalten. Bis zum Mittag kämpften Rettungskräfte gegen die Wassermassen, konnten aber oft nur das Schlimmste verhindern. Vor allem in Nord- und Osthessen wüteten die Unwetter: Bei Morschen in Nordhessen rammte ein Zug einen umgestürzten Baum. Der 61 Jahre alte Lokführer erlitt schwere Kopfverletzungen, die rund 100 Reisenden blieben unverletzt, wie die Bundespolizei Kassel mitteilte.

In Höchst im Odenwald wurde eine mächtige Eiche entwurzelt und stürzte auf ein Wohnhaus - die beiden Bewohner konnten sich unverletzt retten. Im nordhessischen Melsungen wurden Teile der Innenstadt überflutet. Die nahe Abfahrt von der Autobahn 7 musste in der Nacht kurzzeitig gesperrt werden. "Das Wasser lief dort wie ein Fluss", meldete die Polizei. Bei Hessisch Lichtenau im Werra-Meißner-Kreis stand das Wasser nach Polizeiangaben knapp 40 Zentimeter hoch auf der Straße.

Bäume auf Strom-Leitungen gefallen

Im Wehrheimer Ortsteil Pfaffenwiesbach im Hochtaunuskreis fiel der Strom aus, nachdem Bäume auf die Leitungen gefallen waren. Im Ebersburger Ortsteil Weyhers bei Fulda wurde eine Brücke überspült, im nahen Eichenzell waren Straßen überflutet. Bei Alsfeld versperrten umgeknickte Bäume den Autofahrern den Weg. In Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis drohten tonnenschwere Baumaschinen im Schlamm zu versinken.

In den Flüssen in Nord-, Mittel- und Osthessen wurde an vier Stellen die höchste Meldestufe 3 überschritten, die vor größeren Überflutungen in bebauten Gebieten warnt. Der Landesbetrieb Hessen-Forst riet zu erhöhter Vorsicht in den Wäldern. Der Regen habe den Boden derart aufgeweicht, dass viele Bäume umzukippen drohten.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach fielen an einigen Orten zwischen Sonntag- und Montagmorgen mehr als 50 Liter pro Quadratmeter. Der mit Abstand regenreichste Ort Hessens mit 67 Litern war dabei die Wasserkuppe, Hessens höchster Berg in der Rhön - kaum weniger, als sonst im gesamten Mai: Im Durchschnitt fallen in dem Wonnemonat in Hessen 71,4 Liter auf den Quadratmeter

Immerhin verspricht die Wettervorhersage zarte Lichtblicke für die kommenden Tage. "Am Dienstag bekommen wir mal wieder die Sonne zu sehen", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Zwar bleibe es weiterhin unbeständig, der Dauerregen soll aber aufhören.

dpa

Quelle: op-online.de

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