Welt der Rosen in Steinfurth

Urlaub daheim: Ein Besuch bei der Königin der Blumen

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Steinfurth, ein Rosenmeer

Bad Nauheim-Steinfurth - Sie gilt als das Symbol für Weiblichkeit, Liebe und Schönheit, für Vergänglichkeit oder Verschwiegenheit: die Rose. Untrennbar mit ihrem Namen verbunden ist Bad Nauheim. Von Sonja Thelen

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Im Ortsteil Steinfurth, dem ältesten Rosendorf Deutschlands, wird die „Königin der Blumen“ seit 1868 gezüchtet und in alle Welt verschickt. Zahlreiche Rosenbetriebe bieten Führungen an, Schaugärten präsentieren die Vielfalt von 3000 Rosensorten. Von Deutschlands ältestem Rosenanbaubetrieb über den landesweit größten Anbieter von Stammrosen bis hin zur biologischen Rosenschule – die ganze Welt der Rosen offenbart sich hier.

In allen geraden Jahren ehrt der Bad Nauheimer Ortsteil die stachelige Schönheit mit dem Rosenfest, das in diesem Jahr im Juli gefeiert wurde Ein Besuch in Steinfurth lohnt sich aber auch außerhalb des Rosenfestes. Schaugärten, Rosenschulen und Gutshöfe sind eine malerische Kulisse für Spaziergänge. Das weltweit einzigartige, 1990 eröffnete Rosenmuseum dokumentiert aufschlussreich und unterhaltsam die Kunst- und Kulturgeschichte der Rose. Sammlung, Forschung und Ausstellung kreisen ausschließlich um die stachlige Blume. „Hier können Besucher die Rose mit allen Sinnen erfahren“, erläutert Sabine Kübler, Leiterin des Rosenmuseums.

„Duftbar“, Rosenwasser und vieles mehr

Ausstellungen und Workshops vermitteln, wie Rosen angebaut werden und wie sie gebaut sind, ihre Symbolik, und wo die vielseitige Pflanze überall Verwendung findet. Die Besucher können der Rose gewidmete Porzellane, Bücher und Kunst bewundern, an der „Duftbar“ ihren Geruchssinn testen, erfahren, welche Rolle die Rose als Duftpflanze spielt, selbst Rosenwasser destillieren, das Rosenschneiden lernen und vieles mehr. Ein Katalog aus dem Jahr 1888 etwa erzählt die Geschichte der Firma Schultheis, die den Rosenanbau in Steinfurth Mitte des 19. Jahrhunderts etablierte.

Informationen: Die Sonderausstellung „Rosensilber aufgetischt“ (läuft noch bis 14. Oktober) zeigt verschiedene Rosenbestecke, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts der letzte Schrei waren, und belegt mit kostbarem Tafelsilber aus verschiedenen Epochen die uralte Begeisterung für das sanft schimmernde Edelmetall. So präsentiert die Schau antike Stücken aus dem Hildesheimer Silberfund, prachtvolle Kandelaber, Kannen und Kelchen.

Adressen: Rosenmuseum Steinfurth, Alte Schulstraße 1, 61231 Bad Nauheim, Telefon 06032 86001
Öffnungszeiten von Mai bis Oktober: Di bis So 10 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten von November bis April: Di bis Sa 14 bis 17 Uhr, So und an Feiertagen 10 bis 17 Uhr

Weitere Informationen bei der Tourist Information Bad Nauheim, In den Kolonnaden 1, Telefon 06032 929920

Quelle: op-online.de

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