Von der Odenwälder Juhöhe nach Rimbach

Urlaub daheim: Der Meister der Geister

Schöne Aussichten bietet der Odenwald zuhauf. Foto: dpa

Rhein-Main/Rimbach - Bei einem Spaziergang von der Odenwälder Juhöhe nach Rimbach zum Meister der Geister findet man vielerlei Genüsse für alle Sinne am Wegesrand: Herrliche Aussichten, Kunstwerke auf dem Rimbacher Kunstweg und Gaumenschmeichelndes bei der Einkehr. Von Ingrid Schick

Am besten startet man die Wanderung am Parkplatz Frauenhecke auf der Juhöhe. Diese Erhebung (360 Meter N. N.) ist für viele nur die Bezeichnung eines Passes im Odenwald, der von Heppenheim nach Mörlenbach führt. Die Juhöhe ist aber auch ein kleiner Weiler und zu allen Jahreszeiten ein schönes Ausflugsziel.

Eine übersichtliche Wandertafel am Parkplatz erleichtert die Orientierung. Der Zigeunerkopfweg (gelbe 8) führt zunächst über die Höhe an steil abfallenden Weiden vorbei und dann hinein in den Wald. An einem auffälligen, markierten Stein gabelt sich dieser Rundweg. Rechts halten und man kommt auf den Rimbacher Kunstweg. Hier reihen sich zahlreiche Kunstwerk auf - von einer zweidimensionalen Frauenfigur bis zu einem in Stein gehauenen Kopf. Der Weg führt alsbald wieder auf freie Flur, und es eröffnen sich herrliche Aussichten auf die schöne Mittelgebirgslandschaft rund um die Juhöhe.

Hinunter zu den idyllisch gelegenen Fischteichen

Folgt man der Wegmarkierung „Gelbe 8“ trifft man auf einen Wegweiser zum Gasthaus Kreiswald. Von nun an geht es recht steil bergab hinunter zu den idyllisch gelegenen Fischteichen. Bänke unter schattenspendenden Weiden laden zur Rast ein. Nur ein paar Schritte weiter beginnt der Albersbacher Streuobstwiesen-Lehrpfad. Große Schautafeln informieren über die Lebensvielfalt in Streuobstwiesen sowie Apfel- und anderen Obstsorten, die hier gedeihen. Ist man ein Stück durch die Streuobstwiese gegangen, muss man sich nach rechts am Asphaltband orientieren. Die kleine Straße führt hinein in den malerischen Weiler Rimbach-Kreiswald mit Gestüt und dem Gasthaus „Zum Kreiswald“.

Im mit der Zeit zu einem stattlichen Anwesen mit Fachwerkfassaden, gemütlicher Gaststube und schöner Terrasse ausgebauten ehemaligen Gut der Weinheimer Adelsfamilie Ulner zu Dieburg kehrt man gerne eine. Den Hof und das Gasthaus führt seit sechs Generationen die Familie Fritz. Bereits 1866 erhielt der Betrieb die Erlaubnis für die Errichtung einer Branntwein-Brennerei. Im traditionellen Familienunternehmen werden überwiegend die Produkte des Odenwaldes verarbeitet.

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Die prämierten Edelbrände kann man auch bei einer Besichtigung der Haus-Brennerei probieren. Nach Voranmeldung werden Gruppen zwischen 8 und 25 Personen in die Geheimnisse einer Obstbrennerei eingeführt. Dabei erfährt man Interessantes über die Auswahl der Früchte, die Besonderheiten beim Maischen, die Technik des Destillierens, Lagerung der Brände im Glas oder Holzfass sowie die richtige Technik des Verkostens.

Beschwingt macht man sich nach der Einkehr auf den Rückweg. Mit der Markierung „Gelbe 8“ wandert man vorbei an den Bergkoppeln, auf denen die Pferde des Gestüts toben, stetig bergan zurück zum Parkplatz Frauenhecke. Für die etwa 4,5 Kilometer lange Wanderung benötigt eine Stunde.

Adresse: Gasthaus „Zum Kreiswald“, Im Kreiswald 9, 64668 Rimbach/Odw. Telefon 06253/972146, www.kreiswald.de  Öffnungszeiten: 11- 21 Uhr, So 10-21 Uhr, Do+Fr Ruhetage

Quelle: op-online.de

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