Nach Köhler-Übergriff: Offenbacher zu Arbeitsstunden verdonnert

Frankfurt - Heute wurde das Strafverfahren eingestellt. Nun muss der 48-jährige Offenbacher nach dem körperlichen Übergriff auf den früheren Bundespräsidenten Horst Köhler 40 Arbeitsstunden leisten.

Im Gegenzug zu den Arbeitsstunden wurde das Strafverfahren gegen den Ingenieur vor dem Landgericht Frankfurt heute wegen geringer Schuld eingestellt. Nach Einschätzung von Gericht und Staatsanwaltschaft war es mehr als drei Jahre nach dem Vorfall am Rand der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels vor der Frankfurter Paulskirche nicht mehr genau nachvollziehbar, wie stark der Angeklagte das damalige Staatsoberhaupt umklammert und damit genötigt hatte.

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Übergriff auf Köhler erneut vor Gericht

Der Ingenieur hatte im Oktober 2007 ein Gespräch mit Köhler über die Einzelheiten eines Mietprozesses erreichen wollen. Er wurde jedoch festgenommen und in der Folge zweimal wegen Nötigung von Frankfurter Gerichten verurteilt. Erst das Oberlandesgericht äußerte als Revisionsinstanz Zweifel an der Strafbarkeit seines Verhaltens und ordnete den neuen Prozess an. Über die Art und Weise der bis Anfang Mai zu leistenden gemeinnützigen Arbeitsstunden soll die Gerichtshilfe entscheiden. Die Verfahrenskosten trägt die Staatskasse.

dpa

Quelle: op-online.de

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