Aggression gegen Hochsitze

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Der Mann ist Ende dreißig bis Anfang/Mitte vierzig Jahre alt, zirka 172-178 cm groß und hat langes dunkles und "zotteliges" Haar.

Darmstadt - Ist es ein radikaler Tierschützer, der Jägern das Handwerk schwermachen möchte? Oder hat ein bislang Unbekannter in seiner Kindheit traumatische Erfahrungen mit Hochsitzen gemacht? Die Polizei sucht einen Mann, der Hochsitze beschädigt.

Nach der Zerstörung von 13 Hochsitzen in den Wäldern in und um Darmstadt sucht die Polizei mit einem Phantombild nach einem Mann. Der Unbekannte soll im März Leitern und Stützen von Hochsitzen angesägt und diese dann umgeworfen haben, teilte die Polizei mit. Insgesamt sei ein Sachschaden von rund 14.000 Euro entstanden. „Er hat es so gemacht, dass sich niemand verletzen konnte“, sagte ein Sprecher. Ein Sturz von einem Hochsitz könne gefährlich enden.

Der Mann war bei einer Tat von einer Frau überrascht worden und daraufhin geflüchtet. Für Hinweise zur Ergreifung des Täters ist eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt. Der Landesjagdverband verurteilte die Zerstörung. „Das ist absolut nicht im Interesse des Waldes“, sagte ein Sprecher. „Das Wild muss bejagt werden, damit junge Bäume wachsen können.“

Hochsitze sind immer wieder Ziel von mutwilligen Zerstörungen. Sie werden sogar gesprengt. So flog im Januar dieses Jahres im thüringischen Apolda ein Hochsitz auf mysteriöse Weise in die Luft. Mitunter werden militante Tierschützer mit den Taten in Verbindung gebracht. In Baden-Württemberg wurden 2004 jede Menge Hochsitze beschädigt. Die Jäger waren alarmiert. Einem Jagdpächter ging ein selbst ernannter „Bambi-Rächer“ ins Netz. Der Täter hatte ein verstecktes Funkgerät übersehen, munter drauf losgesägt und akustischen Alarm ausgelöst.

dpa

Quelle: op-online.de

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