Regionale Lebensmittel

Kommentar: Kunde will König sein

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Peter Schulte-Holtey

An schlechten Nachrichten aus dem Supermarkt besteht ja kein Mangel. Monat für Monat belegen Verbraucherschützer, dass Kunden von Lebensmittelherstellern über den Tisch gezogen bzw. ungenügend über Inhaltsstoffe aufgeklärt werden. Von Peter Schulte-Holtey

Jetzt lenken Verbraucherschützer und Bundesministerin Ilse Aigner den Blick auf den Boom-Markt „regionale Lebensmittel“. Endlich! Denn auch in diesem Bereich zeigt sich, dass Verbraucher höllisch aufpassen müssen, um nicht auf Mogelpackungen hereinzufallen.

Viele Lebensmittelfirmen nennen den Kunden einen König, doch sie behandeln ihn völlig anders. Er darf alles konsumieren, aber nicht alles wissen - zum Beispiel aus welchen Bestandteilen sich seine Nahrung zusammensetzt.

Natürlich möchte der Kunde auch wissen, ob die Ware tatsächlich in der Region produziert wurde - z. B. mit heimischen Gemüsesorten, ob die Anfahrtswege zum Supermarkt (Stichwort Ökobilanz) kurz sind.

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Es geht um Markttransparenz, die ja auch von den Herstellern immer wieder beschworen wird. Diese kann im Bereich „regionale Lebensmittel“ aber offensichtlich nur durch neue gesetzliche Vorgaben hergestellt werden. Daran sollte auch die Industrie größeres Interesse haben. Denn sie kommt auch den vielen redlichen Wettbewerbern zugute, die ihre Produkte mit ehrliche Angaben kennzeichnen und Verbraucher nicht täuschen.

Quelle: op-online.de

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