Mordverdächtiger sitzt in U-Haft

Darmstadt - Einen Tag nach der Bluttat an einer 26 Jahre alten Studentin auf dem Campus der Darmstädter Fachhochschule sitzt der mutmaßliche Täter unter Mordverdacht in Untersuchungs-Haft. Das teilte die Polizei am Mittwochnachmittag mit.

Die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft gegen den 24 Jahre alten Mann ergebt, sind schwer: Er wird beschuldigt, die Frau mit mehreren Stichen in den Rücken getötet zu haben. Die 26-Jährige starb noch am Tatort, einem Computerraum, an inneren Verblutungen. Die Tatwaffe war der Polizei zufolge ein Küchenmesser. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat zwischen den beiden Türken aus - ob die beiden Mechatronik-Studenten ein Paar waren, stand allerdings nicht fest.

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Der nicht vorbestrafte junge Mann habe sich zwar am Dienstagnachmittag bei der Polizei im Darmstädter Bahnhof gestellt und der Tat bezichtigt, später aber die Aussage verweigert. Mit einer Trauerfeier und Schweigeminuten gedachten Kommilitonen, Dozenten und Mitarbeiter der Hochschule (h_da) am Mittwoch dem Opfer. Leitung und Studentenvertretung (AStA) äußerten sich bestürzt und erschüttert über die Bluttat. Viele legten Blumen und Kerzen ab. Auf Karten war unter anderem zu lesen „Wir trauern mit euch“.

Tiefe Bestürzung und Fassungslosigkeit

Im Fachbereich Maschinenbau, wo die Bluttat geschah, trugen sich zahlreiche Studierende und Hochschullehrer in ein Kondolenzbuch ein. „Die schreckliche Nachricht hat bei allen in der Hochschule tiefe Bestürzung und Fassungslosigkeit ausgelöst. Das Mitgefühl gilt zuerst den Angehörigen der verstorbenen Studentin“, heißt es auf der Homepage der h_da.

An der Hochschule Darmstadt (University of Applied Sciences) sind mehr als 11.000 Studenten eingeschrieben. Maschinenbau ist einer von elf Fachbereichen.

Wir sind traurig und fassungslos, dass so etwas an unserer Hochschule geschehen ist. In Gedanken sind wir bei den Angehörigen des Opfers“, schreibt der AStA in einer Mitteilung. Mehrere Studenten hatten sich während der tödlichen Stiche in dem Computerraum aufgehalten. Sie wurden bis in den späten Dienstagabend von der Evangelischen Notfallseelsorge betreut.

dpa

Quelle: op-online.de

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