Mit Vereinen am Tisch

Hanau - (hwi) „Natürlich, die Gesellschaft werden wir damit auch nicht ändern“, schickt Jutta Kümmer mit Augenzwinkern voraus. Die Leiterin des Hanauer Ordnungsamtes unternimmt gleichwohl eine ganze Menge, damit Veranstaltungen und Feste in der Grimm-Stadt in der Spur bleiben.

Turnusgemäß sitzen während der Saison alle 14 Tage Vertreter des Ordnungsamtes, der Verkehrsbehörde sowie von Polizei und Feuerwehr mit den jeweiligen Veranstaltern zusammen, um die nächsten Feierlichkeiten gemeinsam einzuschätzen „und Gefahren bereits von vornherein möglichst zu beheben“, so die Amtsleiterin.

Wo drückt bei den Organisatoren der Schuh? Wer von welchen Ordnungsbehörden zeigt wo in welcher Stärke Präsenz? „Wir kooperieren und wir koordinieren“, fast Kümmer zusammen.

Diese Woche etwa ging es in dieser Runde um eine geplante Techno-Großveranstaltung, die im Juli stattfindet. Erwartet werden rund 15 000 Jugendliche. „Konkret haben wir besprochen, dass es bei diesem Besucheransturm auf jeden Fall einen zweiten Eingang geben muss“, erläutert die Behördenchefin. Auch mit dem Thema Drogen haben die Behörden die Veranstalter konfrontiert.

Über dieses ständig tagende Gremium hinaus lädt das Ordnungsamt zweimal pro Jahr Vereinsvertreter ein, um „sie generell darauf hinzuweisen, wo deren Verantwortung liegt - und dass Veranstalter übrigens ein Hausrecht haben“, so Jutta Kümmer. Da gehe es zudem um eine Vorbildfunktion von Erwachsenen - auch und vor allem beim Thema Alkohol. „Und wir weisen darauf hin, dass auch an angetrunkene Erwachsene kein Alkohol ausgeschenkt werden darf.“ Das werde oft vergessen.

Quelle: op-online.de

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