Elf Verletzte nach Feuer in Hochhaus: Polizei vermutet Brandstiftung

Wiesbaden - Bei einem Brand im Kellerverschlag eines Wiesbadener Hochhauses sind am Sonntagabend elf Menschen verletzt worden. Ermittler der Polizei gehen nach ersten Untersuchungen von Brandstiftung aus.

„Hinweise auf eine technische Ursache für das Feuer konnten nicht gefunden werden. Daher ist ein vorsätzliches oder fahrlässiges Inbrandsetzten anzunehmen“, teilte die Polizei mit.

In einem Kellerverschlag des Gebäudes war am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen, das auf mehrere Räume übergriff. Weil der Rauch durch das gesamte Treppenhaus zog, ließ die Feuerwehr das Haus räumen. Drei der Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht und in einer Druckkammer behandelt. „Aber denen geht es allen gut. Es besteht keine Lebensgefahr“, sagte ein Sprecher.

Die Feuerwehr löschte den Brand und belüftete das Haus bis in die Nacht hinein. Die Wehrleute brachten Matratzen, elektrische Geräte und andere Dinge, die zum Teil verkohlt waren, ins Freie. Insgesamt waren 13 Feuerwehrautos und fünf Notarztwagen im Einsatz. Dutzende Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Sanitäter kümmerten sich vor Ort um Verletzte, die Rauchgas eingeatmet hatten. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf etwa 100.000 Euro.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Alexander Streibel/pixelio.de

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