Verregnete Nacht in Venedig

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Die Lagune kommt nach Neu-Isenburg: der erste Sommerball im Kempinski Hotel Gravenbruch

Frankfurt - Kein Glamour-Gang-Wetter. Der rote Teppich ist total durchnässt. Nur mit Mini-Schritten schaffen es die Damen in Sommerkleidern und Highheels einigermaßen elegant darüber. Sie klammern sich an ihre Begleiter, die den Schirm über sie halten. Von Kathrin Rosendorff

Dabei ist eigentlich alles perfekt. Die romantischen Kerzen am Wegrand, der lange, rote Teppich, edle Audis. Aber das Wetter ist typisch Sommer 2011: mies. Und so regnet es am Samstag auch kurz nach 18 Uhr tropenmäßig los beim Einlauf ins große, weiße Zelt auf dem Parkgelände des Kempinski Hotels Frankfurt in Gravenbruch. Der erste Sommerball überhaupt des Nobelhotels. Das Audizentrum Frankfurt ist Hauptsponsor. 200 Gäste sind gekommen. Ein Ticket kostet 199 Euro.

„La Serenissima“: eine venezianische Nacht ist das Motto. Und so gibt es als Begrüßungsgeschenk eine gold-weiße, venezianische Halb-Maske für die Frauen. Die Männer bekommen eine mit einer überlangen Nase. Im Zelt ist es sommerlich-warm und der Regen schnell vergessen. Dafür sorgt auch die Drei-Mann-Band „Esprit“ im Gondoliere-Outfit: rot-weiße Shirts und Strohhut und Schlager wie „Sag mir quando“. Durch das Zelt einradeln und laufen mit Stelzen die Gaukler Pajagio und Calero.

Kurz vor der Suppe hält Kempinski-Gravenbruch-Direktor Thomas Fischer eine kurze Rede, erklärt, dass die meisten Frankfurter Hotels ihre Bälle im Herbst und Winter geben und er deswegen einen Sommerball bieten will. Dann bittet er die Gäste, Lose zu kaufen. Zu gewinnen gibt es ein Wolkenkratzer-Dinner für zwei Personen im Trianon im Frankfurter Westend. „Der Erlös geht an die Kinderhilfestiftung e.V., also bitte spenden sie viel“, sagt er. 2 000 Euro kommen an diesem Abend für die Kinder zusammen.

Bilder vom venezianischen Sommerball

Verregnete venezianische Nacht

Während des Feinschmecker-Büffets zaubert Leo, der mafiotische Hütchenspieler und die Pop-Schlager-Band „The Partners“ singt 80er-Klassiker wie „Felicità“ von Al Bano und Romina Power. Ein bisschen fühlt man sich an den kleinen runden, weißen Tischen wie Teil einer Traumschiff-Episode. Aber statt Kuchen mit Wunderkerzen, gibt es draußen vor dem Zelt - der Regen hat kurz aufgehört - ein Feuerwerk mit Musik.

Beim Eröffnungs-Wiener-Walzer ist die Tanz-Freude noch gehemmt. Nur ein mutiges Paar tanzt. Erst ein paar Songs später, als die Band „ein Lied für die Jugend“ ankündigt, fühlen sich mehr Paare angesprochen. „Crying at the discotheque“ ertönt, in den Diskos war das zwar schon im Jahr 2000 ein Hit. Das stört OFC-Präsident Dieter Müller nicht, er rennt fröhlich mit seiner Freundin Johanna Höhl auf die Tanzfläche und legt los.

Quelle: op-online.de

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