Schwarzfahren soll eingedämmt werden

RMV setzt auf Kontrolloffensive

Offenbach - „Guten Tag, die Fahrscheine bitte“ - jeder S-Bahn-Fahrer kennt diesen Satz. In Zukunft wird er in der Region häufiger zu hören sein. Mit schärferen Kontrollen will der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Zahl der Schwarzfahrten senken. Von Peter Schulte-Holtey 

So sind seit wenigen Wochen deutlich mehr Fahrkartenkontrolleure in den S-Bahnen unterwegs. Die Zahl der Prüfstunden ist um satte 40 Prozent erhöht worden. Die Gründe für die neue Offensive liegen auf der Hand: Geschätzt fahren jedes Jahr 3,5 Prozent der Passagiere schwarz; für den RMV ist damit ein Verlust zwischen 20 und 25 Millionen Euro verbunden. Pro Jahr zählt der RMV alleine in der S-Bahn 110.000 bis 120.000 Beanstandungen. Bis 2016 will der Verkehrsverbund 2,5 Millionen Euro zusätzlich ausgeben, um gegen Schwarzfahrer vorzugehen. Ab Frühjahr soll die Strafe für Schwarzfahrer, das sogenannte Einheitliche Beförderungsentgelt, bundesweit deutlich mehr „schmerzen“. 60 Euro kostet es dann. „Die Strafe fürs Schwarzfahren muss abschrecken. Die seit über zehn Jahren geltenden 40 Euro tun das nicht mehr“, heißt es bei den Verkehrsverbünden.

Übrigens: Es werden keine „Kopfprämien“ für jeden erwischten Schwarzfahrer an die Kontrolleure gezahlt. „Wir bieten unseren Fahrgästen doch einen Service an, der über das reine ,Die Fahrscheine, bitte’ hinausgeht“, erläutert RMV-Sprecher Sven Hirschler. Zudem sollen die S-Bahnen sicherer werden: Die Präsenz von mehr Personal in den Zügen wird vor allem am Abend spürbarer. Sicherheitsstreifen kommen in den Waggons des Verkehrsverbunds von 20 Uhr bis Betriebsschluss zusätzlich flexibel zu den S-Bahn-Begleitern und Prüfern zum Einsatz.

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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