Verschärfte Bordell-Kontrollen

Frankfurt - Mit verschärften Kontrollen geht die Frankfurter Polizei im Rotlichtmilieu gegen illegale Prostitution vor. Insgesamt wurden seit Ende März dieses Jahres 328 Prostituierte im Bahnhofsviertel kontrolliert, berichtete Polizeisprecher Alexander Löhr.

Davon hätten sich 18 Frauen illegal aufgehalten. Insgesamt gebe es unter den Prostituierten verstärkt Frauen aus osteuropäischen EU-Ländern, insbesondere aus Bulgarien und Rumänien.

Löhr berichtetet weiter, dass es derzeit „keine aktuellen Hinweise“ auf Flatrate-Angebote im Frankfurter Bahnhofsviertel gebe, das zu den größten Rotlichtbezirken Deutschlands gehört. Diese Angebote, bei denen in mehreren Bundesländern Sex nach Belieben zum Festpreis angeboten wird, hatten bundesweit für Proteste gesorgt.

Seit Mitte des vergangenen Jahres wurden laut Frankfurter Polizei auch vermehrt illegale Straßenprostitution im Bahnhofsviertel registriert. Außerdem seien die „Laufhäuser“ - es gibt im Bahnhofsviertel rund 20 große Bordelle - stärker belegt. Dies habe auch zu mehr „szenetypischer Begleitkriminalität“ geführt: Raubdelikte, sogenannter Beischlafdiebstahl und Drogendelikte.

Die 328 überprüften Frauen seien alle in Bordellen tätig. Die 18 Prostituierten ohne Aufenthaltserlaubnis wurden festgenommen. In einem Bordell sei eine 17-Jährige entdeckt worden, die offensichtlich gegen ihren Willen sich prostituieren musste. Vier Strafverfahren seien gegen die betroffenen Bordellbesitzer eingeleitet worden, berichtete die Polizei weiter. Auch gegen Freier seien Verfahren wegen Drogendelikten und Beleidigung anhängig.

dpa

Quelle: op-online.de

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