Verspäteten Landungen am Frankfurter Flughafen

Fluglärmkommission sorgt sich um Nachtruhe 

Frankfurt - Die hohe Zahl der verspäteten Landungen am Frankfurter Flughafen hält die Fluglärmkommission für nicht mehr hinnehmbar. Das Gremium fordert daher eine Begrenzung auf maximal fünf verspätete Flüge pro Nacht. Es sei zu prüfen, ob dies im Planfeststellungsbeschluss festgeschrieben werden könne.

Wie die Kommission mitteilte, ist bereits in der noch regulären Betriebsstunde von 22 bis 23 Uhr die Anzahl der Landungen um 37 Prozent gestiegen. In der Zeit des Nachtflugverbots zwischen 23 und 0 Uhr hätten sich die Verspätungen mehr als verdoppelt. In den Sommermonaten seien es durchschnittlich 5,5 pro Tag gewesen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,8. „Die gegenwärtigen Festsetzungen des Planfeststellungsbeschlusses helfen dabei offenkundig nicht, denn dieser sieht eine Prüfpflicht erst bei 7,5 Verspätungslandungen pro Nacht im Jahresdurchschnitt“, so die Kommission, die eine „Verharmlosung und Beschönigung der mittlerweile unerträglich gewordenen Situation“ moniert. Denn laut Planfeststellungsbeschluss könnte die aktuelle Jahresquote von 3,5 Landungen sogar noch mehr als verdoppelt werden.

Bilder: Fluglärmgegner demonstrieren zum 250. Mal

„Verspätungen dürfen im Sinne der Mediation nur eine Ausnahme darstellen und keinesfalls in den Sommermonaten zur Regel werden“, betont der Raunheimer Bürgermeister und Kommissionsvorsitzende Thomas Jühe. Die kommunalen Mitglieder fordern die Landesregierung daher auf, „den mutigen Schritt zu wagen und eine rechtlich stabile Lösung zu schaffen, die den Menschen in der Region wieder die Stunde von 23 bis 0 Uhr für die Nachtruhe zurückgibt“. Schließlich stelle das Nachtflugverbot eine notwendige Pause zur Regeneration und damit zur Abwehr gesundheitlicher Folgen dar. (cz)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare