Verspätung und Nachtflugverbot: Passagiere bleiben in Frankfurt

Frankfurt - Das hessische Verkehrsministerium hat in der vergangenen Nacht das Nachtflugverbot durchgesetzt und zwei Maschinen die Ausnahmegenehmigung für einen Start nach 23 Uhr verweigert. Daraufhin mussten die Passagiere in einem Hotel untergebracht werden.

Mehr als 500 Passagiere mussten heute Nacht am Frankfurter Flughafen aus zwei startbereiten Maschinen wieder aussteigen, weil diese nicht rechtzeitig vor Beginn des Nachtflugverbots abheben konnten. Die Fluggäste wurden in Hotels untergebracht und hoben heute in Richtung Recife/Buenos Aires und Santo Domingo ab, wie ein Sprecher der Fluggesellschaft Condor in Kelsterbach berichtete. Das Verkehrsministerium in Wiesbaden hatte die Ausnahmeanträge für einen Start nach 23 Uhr abgelehnt. Die beiden Maschinen hätten planmäßig um 22.20 Uhr starten sollen und seien um 22.40 Uhr in Richtung Startbahn gerollt, wo noch mehrere Flieger vor ihnen auf den Start warteten, sagte Condor-Sprecher Johannes Winter.

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Daher hätten die beiden Boeings 767 erst um 23.01 und 23.03 Uhr starten können. Die dafür notwendigen Ausnahmegenehmigung erteilte das Verkehrsministerium in Wiesbaden aber nicht, weil diese nicht mit den Bestimmungen vereinbar gewesen wäre, wie ein Sprecher erläuterte. Danach darf die Verspätung nicht auf den Einfluss der Airline zurückzuführen sein. Condor sei mit dem Flughafen und der Flugsicherung im Gespräch, um zu verhindern, dass dies erneut passiert, sagte Winter. „Wir versuchen alles, um die Abläufe und die Kommunikation zu optimieren.“ Die 267 Passagiere, die nach Recife unterwegs waren, starteten am Freitag gegen 9.35 Uhr. Die andere Maschine mit rund 250 Fluggästen sollte um 14.10 Uhr in Richtung Dominikanische Republik abheben. Über das derzeit geltende vorläufige Nachtflugverbot (23 bis 5 Uhr) am Frankfurter Flughafen entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig voraussichtlich im Frühjahr 2012.

dpa

Quelle: op-online.de

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