Mordprozess am Landgericht Limburg

Tödliche Geisterfahrt: Verteidiger plädiert auf Fahrlässigkeit

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Das Autowrack, in dem die 21-Jährige saß.

Limburg -Ein 45-Jähriger flüchtet vor der Polizei, fährt in den Gegenverkehr und baut einen Unfall. Eine junge Frau kommt dabei ums Leben. Vor Gericht plädiert der Verteidiger des Mannes auf fahrlässige Tötung.

Im Mordprozess um eine tödliche Geisterfahrt hat die Verteidigung vor dem Limburger Landgericht eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung gefordert. Ein konkretes Strafmaß nannte Verteidigung heute nicht. Der 45 Jahre alte Angeklagte war im Januar auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle nahe Limburg mit seinem Wagen in den Gegenverkehr gerast. Eine 22 Jahre alte Frau aus Hadamar kam dabei ums Leben. Mehrere andere Fahrer konnten im letzten Moment ausweichen.

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Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft gefordert und beantragte, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Dies würde eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ausschließen. Der damalige Freigänger des Gefängnisses im rheinland-pfälzischen Diez war der Staatsanwaltschaft zufolge mit gestohlenen Nummernschildern und ohne Führerschein unterwegs gewesen. Das Urteil will das Landgericht am 18. Dezember sprechen.

dpa

Quelle: op-online.de

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